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Ein tolles Wochenende 22. Reggae Jam in Bersenbrück: Es passte alles

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Bersenbrück. „Es hat in diesem Jahr alles wunderbar geklappt.“ Mit diesem Fazit zog Festival-Chef Bernd Lagemann am Sonntagabend zu später Stunde einen Schlussstrich unter die 22. Reggae Jam.

Im vergangenen Jahr stand dem „Sheriff“ bei seinen traditionellen Schlussbemerkungen auf der Bühne die Anspannung im Gesicht geschrieben. Wegen eines Unwetters drohte der Komplettabbruch.

Dieses Mal war alles anders. Nachdem die letzten Zugaben des überragenden Schluss-Acts Alborosie verklungen waren, hatte Lagemann gut gelaunt nur Worte des Lobes über. „Es war ein friedvolles und tolles Wochenende. Ihr seid ein absolut geiles Publikum“, dankte er den noch vor den zwei Bühnen verbliebenen Fans.

An der Grenze des Ausgelastetseins

Möglich machten das Gelingen des Drei-Tage-Spektakels auch die vielen freiwilligen Helfer. Auf rund 500 schätzt Lagemann deren Zahl. Zuverlässig wie jedes Jahr leisteten auch Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und Deutsches Rotes Kreuz ihre Dienste und bekamen ihren Dank dafür. Die Aufbauhelfer stellten acht Kilometer Bauzaun als Abtrennung auf. Die Länge der verlegten Kabel sei um ein Vielfaches höher, sagte der Cheforganisator. „Alles in allem war es wieder eine logistische Meisterleistung“, schloss Lagemann sein Fazit, um direkt zu einem Ausblick auf das nächste Jahr überzugehen.

Mit 12000 Besuchern zu Spitzenzeiten ist das Festival an der Grenze des Ausgelastetseins. Doch Überlegungen, an einen anderen Ort umzuziehen, erteilte der Festivalchef eine Absage: „Wir müssen auf Dauer hierbleiben, weil der Klosterpark die schönste Location der Welt ist.“ Den Reggae-Fans versprach er zum Schluss: „Ich versuche, für euch auch im nächsten Jahr wieder ein gutes Programm aufzubauen. In diesem Jahr passte alles.“ Tatsächlich schafften es die Organisatoren, bis zum letzten Tag den Zeitplan einzuhalten. Auch gab es keine Absagen. Alle angekündigten Künstler traten auch auf.

Einigen Besuchern sind Handy und Bargeld abhandengekommen

Wenig hatte in diesem Jahr die Polizei zu tun. „Für uns war das Festival relativ ruhig und entspannt“, lautet das Fazit von Hubert Kortland vom Polizeikommissariat Bersenbrück. Das heißt natürlich nicht, dass er und seine Kollegen die ganze Zeit über untätig waren. „Unsere Kontrollen laufen auch noch am Hauptabreisetag, dem Montag“, sagt der Polizeihauptkommissar. Außer mit den üblichen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz hatte sich die Polizei nur mit einigen wenigen Diebstählen auf dem Zeltgelände zu beschäftigen. Einigen Besuchern sind Handy und Bargeld abhandengekommen. „Wo so viele Menschen zusammenkommen wie bei der Reggae Jam, passiert so was schon mal“, sagt Kortland.

Am Rande des Festivals kam es ferner zu einer amtlichen Ermittlung verbunden mit Maßnahmen, die aber rein privatrechtlicher Natur seien und mit dem Festivals nichts zu tun hätten, teilen die rechtlichen Vertreter des Veranstalters mit-

Die meisten Besucher durften sich, statt über Diebstähle zu ärgern, über das exzellente Programm freuen. Gespannt waren viele am Sonntag auf Julian Marley. Der zehnte Sohn von Reggae-Übervater Bob Marley bekam trotz eines professionellen, engagierten Auftritts nur verhaltenen Beifall vom Reggae-Volk. Sein Gespür für den musikalischen Schlusspunkt zeigte Lagemann mit der Verpflichtung von Alborosie. Der seit 15 Jahren auf Jamaika lebende Italiener und seine gut aufgelegte Band legten einen druckvollen, tanzbaren Roots-Reggae-Auftritt hin. Für viele die große Überraschung und ein überragendes musikalisches Ende der 22. Reggae Jam.


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