Baier: ABE hat bessere Pläne Ankums CDU will Dienstleistungspark statt Bahnhof

In einen Dienstleistungspark will die CDU Ankum das Bahnhofsgelände umwandeln. In der Lokhalle (Bild) bereitet Holger Paulsen gerade zwei Oldie-Lokomotiven für einen touritischen Einsatz auf der Bahnlinie auf. Foto: CDU AnkumIn einen Dienstleistungspark will die CDU Ankum das Bahnhofsgelände umwandeln. In der Lokhalle (Bild) bereitet Holger Paulsen gerade zwei Oldie-Lokomotiven für einen touritischen Einsatz auf der Bahnlinie auf. Foto: CDU Ankum

Ankum. Die CDU Ankum fordert, auf dem Gelände des Ankumer Bahnhofs einen Dienstleistungspark zu schaffen. Seitens der Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn GmbH (ABE), der das Gelände gehört, sieht Samtgemeindebürgermeister Horst Baier keinen Bedarf. Die ABE habe touristische Pläne für das Gelände, die für Ankum mehr bringen könnten.

Mit dem brachliegenden Bahnhofsgelände schlummere im Herzen Ankums eine Fläche mit großem Entwicklungspotenzial, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU Ankum. Gleichzeitig schreite der Wandel zur Dienstleistungswirtschaft voran. Ankum könne sich mit der Ausweisung von Grundstücken für die Dienstleistungsbranche „ein echtes wirtschaftliches Alleinstellungsmerkmal „verschaffen, zitiert die Mitteilung Initiator und Vorstandsmitglied Andreas Hettwer. Maren von der Heide zufolge schreite Ankum „auf dem Weg einer aufblühenden Gemeinde voran“.

Als Vorsitzender der ABE-Gesellschafterversammlung äußert sich Horst Baier skeptisch zu dem Vorschlag. Ihm seien keine Dienstleistungsunternehmen bekannt, die dringend Räume suchten und nicht fündig würden. Ein Dienstleistungszentrum müsse ein Bürogebäude sein, bei dem man sich mit Vermietungsrisiken und Baukosten befassen müsse. In der Regel steig dann die Kommune finanziell mit ein, um die hohen Kosten einer Betriebsverlagerung der ABE und die Defizite bei Vermietungen aufzufangen.

Das Innovationszentrum Osnabrück oder das BiQ in Quakenbrück seien Beispiele, wo hohe laufende Zuschüsse gezahlt würden und Fördermittel nötig waren.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gemeinde Ankum finanziell hierzu in der Lage ist und ob Bedarf besteht,“ so Baier. Offen sei , wer das Gebäude finanzieren und bauen solle. Zudem sei eine Entwidmung der Bahn-Strecke nicht vorgesehen und würde sich als sehr teuer und langwierig erweisen. Die ABE plane eine Aktivierung im Tourismusbereich mit weit höherem Nutzen für Ankum als ein Bürogebäude.


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