Resolution im Samtgemeinderat Samtgemeinde Bersenbrück gegen Stromtrasse

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Ihren Protest trug Bürgerinitiative Ankum nun auch nach Bersenbrück. Foto: Katharina PreuthIhren Protest trug Bürgerinitiative Ankum nun auch nach Bersenbrück. Foto: Katharina Preuth

Bersenbrück. Diese Demo wird dem Samtgemeindebürgermeister wohl sichtbar in Erinnerung bleiben. Christian Pohlmann-Geers überreichte Horst Baier das Wir-sagen-Nein-Logo der Ankumer Bürgerinitiative gegen die Höchstspannungsleitung, gerahmt in einem Aufsteller, auf dass der Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück es sich als Merkposten auf den Schreibtisch seines Oval Office im Bersenbrücker Rathaus stellen möge.

Die Bürgerinitiative hatte zu einer Demonstration im Vorfeld der Samtgemeinderatssitzung am Mittwochabend in Bersenbrück gerufen, Sprecher Pohlmann-Geers zeigte sich enttäuscht, dass nur etwa 20 Teilnehmer dem Aufruf gefolgt waren. Beim Samtgemeinderat hingegen fanden die Trassengegner Gehör und vollstes Verständnis. Er verabschiedete in dieser Sitzung einmütig eine Entschließung, dass er den Bau einer Stromtrasse über Samtgemeindegebiet grundsätzlich ablehne. Falls er sich aber nicht vermeiden ließe, müsse „in sensiblen Bereichen“ das Stromkabel unterirdisch verlegt werden. „Bei der Auswahl der Trassenführung muss der Mensch höchste Priorität haben“, lautet der Kernsatz dieser Resolution.

Bürgermeister Baier wies darauf hin, dass die Samtgemeinde am 14. Juli eine Fahrt ins Informations- und Besucherzentrum des Unternehmens Amprion plant, in dem viel über den Stand der Technik der Erdverkabelung zu erfahren ist. Ferner lade der Samtgemeindebürgermeister die Bürgerinitiativen zu einem Besuch im Niedersachsenpark ein, um mit Geschäftsführer Uwe Schumacher über ein Umspannwerk im Park zu diskutieren.

Auch nach der Kommunalwahl Thema

Pohlmann-Geers wiederholt die Forderung der Initiativen, dass die Stromtrasse keinesfalls durch das Samtgemeindegebiet verlaufen dürfe, auch nicht durch das der Samtgemeinde Artland. Sie solle vielmehr dem Verlauf der Autobahn folgen, und zwar durchgehend, bis zum Anschluss an eine bestehende Leitung. Es könne nicht sein, dass die Strecke in Gehrde ins Samtgemeindegebiet abknicke, ergänzt Annelene Morlok von „Bürger gegen 380 kV“. Doch die Anlieger der Autobahn machten ebenfalls schon geschlossen Front gegen die Trasse, erklärt Bettina Götting aus dem Artland: „Niemand will sie haben.“

Die Politiker aus der Samtgemeinde würden jedenfalls am Thema bleiben, auch nach der Kommunalwahl im Herbst, versicherten unter anderem Detert Brummer-Bange aus Ankum und Axel Meyer zu Drehle, dessen Haus in der Nähe gleich zweier möglicher Trassen liegt.


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