Multitalent Alborosie Julian Marley kommt zur Reggae Jam nach Bersenbrück


Bersenbrück. Bob Marleys Sohn Julian kommt zur Reggae Jam Ende Juli nach Bersenbrück. Und Alborosie, der als Italo-Jamaikaner zu den ungewöhnlichsten Größen einer an Exoten nicht eben armen Szene gehören dürfte. Letzte Gelegenheit, sich vergünstigte Karte im Vorverkauf zu besorgen.

Julian ist der zehnte Sohn des Weltstars aus Jamaika. Er wuchs zunächst in Großbritannien bei seiner Mutter Lucy Pounder auf. Mit 17 ging er nach Jamaika, arbeitete mit vielen Künstlern zusammen und brachte es zu einer eigenen Band und drei erfolgreichen Alben. Julian Marley singt klassischen Roots Reggae, folgt damit den Spuren seines Vaters.

Eine Band und viele Erfolge hatte auch der aus Sizilien stammende Künstler Alborosie ( Alberto d’Ascola) bereits vorzuweisen, als er noch in Italien lebte. Eines Tages ließ er alles hinter sich für einen Neuanfang in Jamaika. Er stieg zu einem der begehrtesten Produzenten der Insel auf, der im Studio analoge statt digitale Aufnahmetechnik nutzt und damit jenen Achtzigerjahre-Sound trifft, an den die Roots-Reggae-Szene anknüpft. Zugleich ist er ein Multi-Instrumentalist, der viele Tonspuren seiner Aufnahmen selbst einspielt, berichtet Festivalchef Bernd Lagemann.

Doku mit Gentleman

Der deutsche Reggaesänger Gentleman gilt als ähnlich Jamaika-affin wie Alborosie. Dokumentarfilmer machten sich das zunutze und begleiteten die beiden für längere Zeitüber die Insel. Ihr Film „Journey To Jah“ lief im Februar in den Kinos an. Acht Jahre nach seinem ersten Auftritt auf der Reggae Jam kehrt Alborosie jetzt zurück nach Bersenbrück.

Vielleicht sitzt er ja im selben Flugzeug wie Jonny Clarke, der in den Siebzigerjahren zu den erfolgreichsten Sängern der Insel zählte. Damals arbeitete er hauptsächlich mit Produzentenlegende Bunny Lee zusammen.

Stolz ist Lagemann auch auf das Engagement von Silly Walks Discotheque, das deutsche Duo Oliver Schrader und MC Joscha Hoffmann, feiert in Bersenbrück 25-jähriges Bühnenjubiläum mit dem Deutsch-Afrikaner Patrice Bart-Williams und einem Überraschungsgast.

Die Festivalleitung macht darauf aufmerksam, dass gerade das letzte Kontingent an „Earley Bird Tickets“ zum vergünstigten Vorverkaufspreis von 72 Euro ausgegeben wird. Bald kostet die Dreitageskarte für die Reggae Jam vom 29. bis 31. Juli 85 Euro.


Kartenbestellungen unter www.reggaejam.de

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