Gemeindeauftritt in Neudesign „Eggermühlen erleben“ erfährt eine Renaissance

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Eggermühlen. Der Slogan war zu schön, um ihn untergehen zu lassen: „Eggermühlen erleben“ erfährt gerade eine Renaissance, im Internet und im richtigen Leben.

Bürgermeister Markus Frerker ärgerte sich: Als der Kreisverkehr am Ortsrand noch eine Kreuzung war, warb dot ein riesiger Schriftzug aus weißen Plastikbuchstaben in einem bunten Pflanzbeet für den Ort und seine Geschäftswelt. Die sparsamen Eggermühlener wollten den Stabreim wiederverwenden, doch beim Abbauen zerbrach das spröde gewordene Plastik.

Vielleicht besser so? Gemeinde und Werbegemeinschaft starteten einen neuen Anlauf für Ortsschild und Website, mit wenig Geld, aber viel Herzblut und Kompetenzen, die Dorfbewohner einbringen. Am Design der schwungvollen Ortsschilder wirkten zum Beispiel Georg Geers und Theo Meyer mit, der Maschinenbauer sorgte auch für eine wetterfeste Lackierung. Auf den Ortschildern ist Platz für Veranstaltungshinweise und einen QR-Code, mit dem Handynutzer direkt auf die Internetseite www.eggermuehlen-erleben.de springen können. Sven Koppelmann und Thorsten Vogt gestalteten sie, schufen einen technischen Standard, der es den Vereinen erleichtert, ihre Veranstaltungshinweise einzupflegen. Außerdem dient die Seite als elektronisches Archiv aller Veröffentlichungen über Eggermühlen, das Gedächtnis des Ortes sozusagen. Ortsschilder, Internetseite und gedruckter Veranstaltungskalender kommen allesamt im einheitlichen Design daher.

Jens Koppelmann gab auch den Anstoß, ein Mühlenrad als Symbol für Eggermühlen aufzustellen. 2500 Euro flossen aus dem Erlös der Jubiläumsfeier „50 Jahre Eggermühlen“ im vergangenen Sommer. Zimmermeister Heino Lübbert zur Lage verarbeitete dafür 1,5 Festmeter Eichenholz zu einem Wasserrad mit drei Meter Durchmesser, naturbelassen ohne Lack. Das ziert nun den Kreisverkehr, gehalten von einem soliden Betonfundament, das allein schon über zwei Tonnen wiegt.

Auch der Schriftzug „Eggermühlen erleben“ soll den Kreisel bald verschönern, mitsamt Hinweisen auf die vier Bauerschaften, aus denen der Ort hervorging. Einzelheiten legt am Mittwoch eine Eggermühlener Runde unter Beteiligung der Bauhofmitarbeiter fest, teilt Frerker mit. Die würden sich schließlich um die Pflege kümmern und sollten rechtzeitig darauf hinweisen können, falls eine Gestaltung zu arbeitsaufwendig für sie werden könnte. Auch so eine Form von Umsicht, die anderswo selten zu finden sein dürfte.


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