Zauberformel heißt QMSK Kindergärten im Kirchenkreis Bramsche zertifiziert


Bersenbrück. Der Kindergarten ist geschlossen. Das traf am vergangenen Freitag gleich für 13 Einrichtungen in Trägerschaft des Kirchenkreises Bramsche zu. Dahinter steckte aber keineswegs ein Streik der Beschäftigten, sondern vielmehr die Qualitätsorientierung.

Auf Qualität setzen die Kindertagesstätten in der Trägerschaft des Kirchenkreises Bramsche, wie Ulrike Pepmöller, pädagogische Geschäftsführerin des Kirchenkreis-Trägerverbundes, bei der öffentlichen Verleihung von Zertifikaten an die Einrichtungsleiterinnen betonte.

Individualität bleibt erhalten

Auch wenn alle eine fast gleichlautende Urkunde in Empfang nahmen, so bleibt auch in Zukunft die Individualität der einzelnen Einrichtungen erhalten. Zeugen dieser Vielfalt, welche die einzelnen Kindertagesstätten bieten, waren bei der Präsentation im Hotel Hilker neben Superintendent Hans Hentschel einige Bürgermeister und Pastoren sowie der geschäftsführende Ausschuss des Kirchenkreises Bramsche.

Handbücher erstellt

Mit dem QMSK (Qualitätsmanagement-System-Kindertageseinrichtungen) befassten sich in den zurückliegenden eineinhalb Jahren nicht nur die Einrichtungsleiterinnen in acht jeweils zweitägigen Kursen. Weiter ging es in den jeweiligen Krippen und Kindergärten von Bad Essen bis Menslage, um auf der Basis überprüf- und vergleichbarer Standards mit ihren Teams „passgenaue“ Konzepte für die Arbeit vor Ort zu entwickeln. Die Ergebnisse des Qualitätsprozesses hielten die Kindergärten und -krippen in Handbüchern fest, die für die Zukunft die Grundlage der Arbeit vor Ort bilden.

Kundenorientierung ein Thema

Auch wenn es beim Qualitätsmanagement um Themen wie Kundenorientierung ging, so standen doch immer die Kleinsten aus den Gemeinden im Fokus, wie Superintendent Hans Hentschel feststellte. Er sprach den mehr als 165 anwesenden pädagogischen Fachkräften der Einrichtungen für das gezeigte Engagement die große Achtung und Wertschätzung des Kirchenkreises aus. Auch Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann würdigte wie Benno Trütken, Bürgermeister der Samtgemeinde Fürstenau, den Einsatz für die Kinder.

Für die Mitarbeiterinnen und ihre noch rar gesäten männlichen Kollegen bedeutete die Qualitätsorientierung natürlich neben der normalen Kindergartenarbeit zusätzliche Belastung, was auch bei der Vorstellung der einzelnen Ergebnisse nicht nur durch die Gleichsetzung des Buchstabens Q mit Qual festgehalten wurde. Aber es kam auch deutlich heraus, dass durch das Qualitätsmanagement zum Beispiel gerade bei der Einarbeitung neuer Kräfte oder im Vertretungsfall Einiges leichter umzusetzen ist.

Ob als lustiger Vortrag, Lied, Sketch oder Film - die beteiligten Einrichtungen beschritten ganz unterschiedliche Wege, um ihre Ergebnisse vorzustellen. Und die vorgegebenen drei Minuten reichten bei keiner Gruppe für die Präsentation aus. Es klang in diesem Zusammenhang aber auch an, dass die Kräfte in den Kindergärten darauf hoffen, dass ihr Einsatz für die Qualität vor Ort nicht nur in guten Worten, sondern auch finanziell ihren Niederschlag findet.


Am Qualitätsmanagement-Projekt des Kirchenkreises Bramsche haben sich folgende Einrichtungen beteiligt:

Kindergarten St. Georg, Fürstenau; Kindertagesstätte Grüner Brink, Bramsche; Kindergarten St. Georg, Badbergen; Kindertagesstätte St. Sylvester, Quakenbrück; Kinderkrippe Sonnenschein, Berge; Kindergarten Im Sande, Bramsche; Kindertagesstätte Bramsche-Achmer; Kindergarten St. Georg, Bippen; Kindertagesstätte St. Martin, Bramsche; Kindergarten St. Marien, Menslage; Familienzentrum Bethanien, Quakenbrück; Kindertagesstätte Springlebendig, Bad Essen, und der Matthäus-Kindergarten Hunteburg.

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