Architektenwettbewerb 2017 neuer Kindergarten in Bersenbrück

Von Reinhard Rehkamp

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Im Therapiegarten an der Hasestraße gegenüber dem Altenheims St.-Josef-Stift soll der Neubau des Kindergartens „Zur Freude“ entstehen. Rechts die Gräfte des Klostergrabens, die aus Denkmalschutzgründen nicht überbaut werden darf.

            

              Foto: Reinhard RehkampIm Therapiegarten an der Hasestraße gegenüber dem Altenheims St.-Josef-Stift soll der Neubau des Kindergartens „Zur Freude“ entstehen. Rechts die Gräfte des Klostergrabens, die aus Denkmalschutzgründen nicht überbaut werden darf. Foto: Reinhard Rehkamp

Bersenbrück. 2017 soll im Bersenbrücker Zentrum der Neubau eines Kindergartens als Ersatz für den Kindergarten „Zur Freude“ beginnen. Die katholische Kirchengemeinde als Träger startete jetzt für das Projekt einen Architektenwettbewerb.

Der am Waldgebiet Freude nördlich von Bersenbrück gelegene Kindergarten ist einer der ältesten im Altkreis Bersenbrück überhaupt. Nun soll ihn ein Neubau an heikler Stelle ersetzen: Gegenüber dem Altenpflegeheim St.-Josef-Stift im historischen Klosterbezirk.

Acht Architektenbüros sind eingeladen, ihre Entwürfe zu machen und bis Ende April einzureichen. Diese Entwürfe sollen als eine Art von Machbarkeitsstudie zeigen, wie ein Kindergarten sich an dieser Stelle der historischen Umgebung anpassen könnte. Ein zehnköpfiges Preisgericht mit Vertretern aus Kirche, Politik, kommunaler Verwaltung und Denkmalschutzbehörde sucht aus den eingereichten Entwürfen die drei besten heraus.

Der Bauplatz wurde noch einmal verschoben: Ursprünglich sollte der Kindergarten auf der Freifläche zwischen dem Altenheim und der Kirche St. Vincentius entstehen. Und zwar in der Nähe der Grillhütte, die die Landjugend in einer 72-Stunden-Aktion gebaut hat. Nun ist das Gelände des jetzigen Therapiegartens vorgesehen. Die Verschiebung bietet den Vorteil, dass die große Rasenfläche weiter für Veranstaltungen der Kirchengemeinde St. Vincentius zur Verfügung steht.

Begrenzt wird das Gelände durch die zugeschüttete Gräfte des Klostergrabens, in der mittlerweile Bäume wachsen. Die Denkmalschutzbehörde besteht darauf, dass diese Gräfte nicht überbaut werden darf. Vielmehr soll der Grabenzug künftig wieder sichtbar werden, um die Umrisse des geschichtlichen Klosterbezirks sichtbar zu machen.

Allerdings soll das Reststück des Klostergrabens vor der Klosterpforte nicht wieder verlängert werden. Das Gewässer hat keine direkte Verbindung mehr zur Hase, wird vielmehr mit einer Pumpe gefüllt. Die Verantwortlichen der Kirchengemeinde sind gespannt darauf, wie die Architekten die Gräfte in das Kindergartengelände mit einbeziehen.

Verworfen wurde auch die Idee, das Pfarrheim in den Kindergarten einzubeziehen. Das Bistum Osnabrück und die Landesschulbehörde lehnen eine Doppelnutzung durch Kindergarten und Gemeinde aus unterschiedlichen Gründen ab. Hygienische Bedenken gehören dazu.

Der Neubau soll zwei Kindergartengruppen und eine Krippe beherbergen. Am alten Standort gibt es drei Kindergartengruppen. Sollte sich herausstellen, dass eine dritte Kindergartengruppe gebraucht wird, soll Platz für mit einem Anbau geschaffen werden. Der Anbau wird in den Planungen vorbereitet.

Thomas Wellmann ist Mitglied im Kindergartenausschuss und vertritt den Kirchenvorstand. Er geht davon aus, dass mit dem Bau frühestens 2017 begonnen wird. Matthias Lemper, pastoraler Koordinator aller Kindergärten der Pfarreiengemeinschaft Hasegrund, begrüßt den Kindergarten im Stadtkern. Klöster seien traditionell Bildungseinrichtungen, Es sei sehr passend, einen Kindergarten als Bildungseinrichtung auf das Klostergelände zu holen.

Generationenübergreifende Aktionen zwischen Altenheim und Kindergarten würden erleichtert. Der Zusammenarbeit komme entgegen, dass der Neubau barrierefrei werden solle. Bislang treffen sich regelmäßig Kinder und Altenheimbewohner zum gemeinsamen Singen. Rund ein Dutzend Kinder erhält sein Mittagessen aus der Altenheimküche.


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