Bürgerinitiative wird Verein „Raumwiderstand Gehrde“ formiert sich neu

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Die Bürgerinitiative „Raumwiderstand Gehrde“ will sich in einen Verein umwandeln. Foto: RaumwiderstandDie Bürgerinitiative „Raumwiderstand Gehrde“ will sich in einen Verein umwandeln. Foto: Raumwiderstand

Gehrde. Die im Oktober 2015 gegründete Bürgerinitiative „Raumwiderstand Gehrde“ startet mit neuem Schwung ins Jahr 2016. Bei ihrem letzten Treffen beschlossen die Initiatoren, einen eingetragenen Verein zu gründen und so ihrem Engagement gegen die geplante 380-kV-Trasse mehr Kraft zu verleihen.

pm/ms Gehrde. „Wir haben uns für 2016 viel vorgenommen. Die Vereinsgründung ist nur der erste Schritt“, zitiert die Mitteilung Gerd Ellerkamp, einen der Initiatoren der Bürgerinitiative. In den nächsten Wochen sollen die Führung des Arbeitskreises und Struktur des Vereins festgelegt werden. Dabei hoffe der Verein auf weiterhin große Beteiligung der Bürger: „Alle Gehrder sowie auch alle anderen Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, dem Verein beizutreten und unsere Arbeit zu unterstützen, damit wir uns gemeinsam für den Erhalt der Lebensqualität in unserer Gemeinde einsetzen können.“, betont Mitinitiatorin Imke Kaiser.

Mögliche Trassenverläufe

Wie bereits berichtet, planen die Unternehmen Tennet und Amprion den Bau einer Höchstspannungsleitung vom ammerländischen Conneforde über den Landkreis Cloppenburg bis nach Merzen im Landkreis Osnabrück. Die von den möglichen Trassenverläufen C und D betroffenen Gehrder sind entschlossen, auf verschiedenen Ebenen zu agieren, um die Höchstspannungsleitung auf dem Gebiet der Gemeinde Gehrde und der angrenzenden Bauerschaft Wenstrup (Landkreis Vechta) zu verhindern. Hierzu stehen sie bereits im Dialog mit den Netzbetreibern, Verantwortlichen des Bauprojektes sowie Vertretern aus Regional- und Landespolitik. Im Jahr 2016 will die Gehrder Bürgerinitiative noch stärker Einfluss auf die Projektplanung nehmen und sich dafür auch enger mit anderen Initiativen aus der betroffenen Region gegen die 380-kV-Trasse vernetzen.

Hoffnung auf Erdkabel

Nicht nur im Altkreis Bersenbrück, sondern überall im Osnabrücker Land und in Nachbarregionen fordern die Kommunen mittlerweile Erdverkabelung in sensiblen Bereichen. Der Landkreis Osnabrück und die betroffenen Gemeinden haben Amprion aufgefordert, das Verfahren für die Höchstspannungstrasse 16 von Wehrendorf nach Gütersloh komplett neu zu starten.

Auch im Emsland gibt es Hoffnung, mittels Erdverkabelung zu einer verträglicheren Route einer Höchstspannungstrasse zwischen Meppen und Lingen zu kommen. Dies teilte kürzlich Landrat Reinhard Winter in einer Presseerklärung mit.

Die Mitglieder von „Raumwiderstand Gehrde“ treffen sich einmal im Monat. Die nächsten Sitzungen finden statt am Dienstag, 9. Februar, und Dienstag, 1. März. Sie beginnen jeweils um 19 Uhr in der Gaststätte Hölschermann.


2022 soll eine neue 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung von Conneforde nach Merzen in Betrieb gehen. Ein Vorhaben, das bereits zu Protesten im Altkreis Bersenbrück führt. In Gehrde gründet sich der Verein „Raumwiderstand“, in Menslage gibt es die „Initiative Wohnen im Artland“. In Merzen und Neuenkirchen wehrt sich sich der Verein „Hackemoor unter Strom“ gegen ein geplantes Umspannwerk.

Ansprechpartner: Bürgerinitiative „Raumwiderstand Gehrde“, Gerd Ellerkamp, Gehrde, E-Mail: Info@raumwiderstandgehrde.de, Internet: www.raumwiderstandgehrde.de.

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