650 Euro für den Verein „Exil“ Bersenbrücker Schüler spenden für Flüchtlingskinder

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Der 12. Jahrgang des Gymnasiums Bersenbrück hat Geld für Flüchtlingskinder gesammelt. Jahrgangssprecher Besian Krasniq übergibt den Scheck an Tim Zumloh vom Verein Exil. Foto: Katharina PreuthDer 12. Jahrgang des Gymnasiums Bersenbrück hat Geld für Flüchtlingskinder gesammelt. Jahrgangssprecher Besian Krasniq übergibt den Scheck an Tim Zumloh vom Verein Exil. Foto: Katharina Preuth

Bersenbrück. Schüler des Gymnasiums Bersenbrück sammelten mit einer Abiparty Geld für Flüchtlinge. Sie spendeten die 650 Euro für das Projekt „Freizeit für Flüchtlinge“ des Osnabrücker Vereins „Exil – Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge“.

Die Abijährgänge des Gymnasiums Bersenbrück organisieren seit je her Partys um am Ende den Abiball zu finanzieren. Der 12. Jahrgang hat eine dieser Party genutzt um Geld für Flüchtlinge zu sammeln. Von den sechs Euro Eintritt ging je ein Euro an ein Projekt, das die Schüler besonders überzeugt hat. Bei einer Infoveranstaltung in Osnabrück sind die vier Abiturientinnen Marie Gennermann, Esther Wesselkämper, Luisa Summe und Karen Focht auf das Projekt „Freizeit für Flüchtlinge“ des Vereins „Exil“ gestoßen.

Geld für Transport und Utensilien

Die Schüler übergaben ihre Spende ab Tim Zumloh, einem Mitarbeiter des Projektes. Er erzählt, dass eine Gruppe Ehrenamtlicher jeden Samstag in das Erstaufnahmelager nach Hesepe fährt, dort interessierte Kinder einlädt und mit ihnen Unternehmungen organisiert. Sie fahren ins Gemeindehaus nach Hesepe oder in die Turnhalle. Dort basteln sie gemeinsam oder treiben Sport. „Wir gehen mit den Kindern auch in den Botanischen Garten und ins Industriemuseum nach Osnabück“, berichtet Tim Zumloh. Von dem Geld der Schüler bezahlen sie den Transport und sie kaufen Bastelutensilien, wie Farbe oder Sprühdosen. Wichtig ist es dem Verein aber auch, vor Ort junge Ehrenamtliche zu gewinnen, die bei den Spielenachmittagen mithelfen, sagt Tim Zumloh mit einem Blick auf die Abiturienten.

„Wir antworten trotzdem“

„In den Medien geht es um die Zukunft der Flüchtlinge. Wir sind die Zukunft“, meint Jahrgangssprecher Besian Krasniq. Gleichzeitig hätten die Schüler das Gefühl, dass sie in das Thema Flüchtlinge nicht ausreichend eingebunden und wenig nach ihrer Meinung gefragt werden, so Besian Krasniq. Weiter sagte er: „Wir antworten trotzdem, obwohl uns keiner fragt.“

Mit der Party ist es ihnen gelungen, durch Eintrittsgelder 550 Euro aufzutreiben. Zudem hat ein anonymer Spender 100 Euro dazu gegeben.


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