Preis der Tischlerinnung Ankumer gewinnt Wettbewerb „Die gute Form“

Von Horst Schwitalla

Das Gesellenstück, einen Schreibtisch, von Ric van Eijsden (sitzend) bestaunten Josef Hemme, Bernd Heinemann, Norbert Böhmer, Peter Kreuzkamp, Heiner Pahlmann und Julia Hengelage (von links). Foto: Horst SchwitallaDas Gesellenstück, einen Schreibtisch, von Ric van Eijsden (sitzend) bestaunten Josef Hemme, Bernd Heinemann, Norbert Böhmer, Peter Kreuzkamp, Heiner Pahlmann und Julia Hengelage (von links). Foto: Horst Schwitalla

Bersenbrück. Ein Schreibtisch, hergestellt in Eiche und Edelstahl, hat beim Wettbewerb „Die gute Form“ den ersten Preis gewonnen. Strahlender Preisträger ist Ric van Eijsden aus Ankum, der in der Firma Bernhard Meyer in Eggermühlen ausgebildet wurde.

Die Tischlerinnung Bersenbrück präsentierte in diesem Jahr die für die Gesellenprüfung erstellten Arbeiten im mit Möbeln dekorierten Forum der Sparkassenzentrale Bersenbrück. Der Hausherr, Sparkassendirektor Bernd Heinemann, sprach in seinem Grußwort von einem Schulterschluss von Handwerk, Berufsbildenden Schulen in Bersenbrück (BBS) und Kreissparkasse. Für ihn ist die Präsentation der Gesellenstücke „ein Spiegelbild der Region“. Unter Beifall versicherte Heinemann, dass nicht jede Ausstellung eine so große Resonanz erlebe wie diese. Anerkennung zollte der Vorstandschef dem stellvertretenden Schulleiter der BBS, Norbert Böhmer, für die reibungslose Organisation der Ausstellung.

Auszubildende erlebten einen „einzigartigen Beruf“

Innungsobermeister Josef Hemme hob in seinem Dank die Bereitwilligkeit des Sparkassenvorstandes hervor, der die Ausstellung für ein breiteres Publikum ermöglichte. „Die gute Form, Tischler gestalten ihr Gesellenstück“, zeige, welchen einzigartigen Beruf die jungen Leute erlernt hätten. Während sie bei der Arbeitsprobe nach vorgegebenen Zeichnungen und Maßen die Ausführung vorzunehmen hatten, mussten sie ihr Gesellstück selbst entwerfen, gestalten und anfertigen. So entstanden bei den Exemplaren ganz verschiedene individuelle Einzelstücke. „Man kann hiervon einer kleinen Kunstausstellung sprechen, auf die die jungen Tischler stolz sein können“, meinte der Obermeister.

Gute Arbeit in Betrieben

„Mit diesem Wettbewerb soll die Öffentlichkeit auf die gestalterischen und kreativen Fähigkeiten des Tischlerhandwerks aufmerksam gemacht werden“, betonte Hemme. Danke sagte er den Lehrkräften der Berufsbildenden Schulen Bersenbrück Christian Sperber und Tuulikki Stückemann sowie den Ausbildungsbetrieben, die unterstützend zur Seite standen. Dass in den Betrieben der Tischlerinnung Bersenbrück nicht nur sehr gute Arbeit geleistet, sondern auch hervorragend ausgebildet werde, dürfe nicht unerwähnt bleiben.

Jury bewertet Originalität, Werkstoffqualität, Aussehen und Funktionalität

Vor der Bekanntgabe der Preisträger stellte Obermeister Josef Hemme das Jury-Trio vor mit Julia Hengelage (Vertreterin der Integrierten Gesamtschule Fürstenau), Heiner Pahlmann (Bürgermeister der Stadt Bramsche) und den Goldschmied Peter Kreuzkamp aus Bersenbrück. Für Heiner Pahlmann führte gerade der Generationsunterschied bei der Preisplatzierung zu interessanten Bewertungsansichten. Nach Aussagen des Obermeisters hatte das Team bei der Bewertung keine leichte Aufgabe. Es prämierte die Gesellenstücke nach Originalität, Werkstoffqualität, Aussehen und Funktionalität.

Prämierte Gesellenstücke nehmen am Landeswettbewerb teil

Neben dem Preissieger Ric van Eijsden gab es zwei weitere Plätze: Maik Detering mit einem Sit-Board (Ausbildungbetrieb Firma Böwer GmbH Interior, Neuenkirchen) und Björn Kruse mit einem Schuhschrank (Ausbildungsbetrieb Tischlerei Hemme, Schwagstorf). Die prämierten Stücke gehen weiter zum Wettbewerb auf Landesebene.