Jugend in die Kommunapolitik „Einstiegsdroge“ für die Politik in Bersenbrück?

Die Samtgemeinde Fürstenau schuf ein Jugendparlament, um Jugendliche in die Politik einzubinden. In der Samtgemeinde Bersenbrück soll nun mit einer Ausschusssitzung festgestellt werden, wie stark das Interesse der Jugendlichen an einer dauerhaften Beschäftigung mit der Kommunapolitik ist. Foto: Archiv/Anita LennartzDie Samtgemeinde Fürstenau schuf ein Jugendparlament, um Jugendliche in die Politik einzubinden. In der Samtgemeinde Bersenbrück soll nun mit einer Ausschusssitzung festgestellt werden, wie stark das Interesse der Jugendlichen an einer dauerhaften Beschäftigung mit der Kommunapolitik ist. Foto: Archiv/Anita Lennartz

Bersenbrück. Mit einer Ausschusssitzung speziell für Schüler sollen in der Samtgemeinde Bersenbrück Jugendliche für Politik interessiert werden.

Die Junge Union hatte angeregt, eine Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik für Jugendliche zu bilden, an der sich die Schulen beteiligen sollten. Dies berichtete in der jüngsten Sitzung des Bildungsauschusses des Samtgemeinde Heinz Klövekorn als Fachbereichsleiter. Anfragen an die Oberschulen in Ankum und Bersenbrück und an Gymnasium und Berufsbildende Schulen hätten ergeben, dass dort großes Interesse bestünde, das Thema Kommunalpolitik in den Unterricht einzubinden. So wolle die August-Benninghaus-Schule Ankum einen Wahlpflichtkurs anbieten. Allerdings könnten die Berufsschulen nicht an der Arbeitsgemeinschaft teilnehmen. Als Alternative brachte das Gymnasium eine Sitzung eines Fachausschusses im Pädagogischen Forum der Berufsbildenden Schulen ins Gespräch, die von den Schulen vor- und nachbereitet werden könne.

Ein Gespräch zwischen Samtgemeindebürgermeister Horst Baier und den Leitern von Gymnasium und Berufsschule habe ergeben, dass die Ausschusssitzung bevorzugt werde, auch als „Testlauf“, um das Interesse der Schüler zu ermitteln. Ob sie im Pädagogischen Forum stattfindet oder in den Oberschulen, in denen die Samtgemeinde Hausherr ist, blieb offen. Unklar ist ferner, ob die Oberschulen sich einbringen, sie nahmen am Schulleitergespräch nicht teil. Der Ausschuss geht aber davon aus. Geeignet, heißt es in der Beschlussvorlage, sei eine Sitzung des Bauausschusses der Stadt oder der Samtgemeinde.

Detert Brummer-Bange (UWG Ankum) begrüßte den Vorschlag als „guten Einstieg“, Jugendliche für die Politik zu gewinnen. Der Aufwand sei überschaubar.

Ein Jugendparlament hätte mehr Aufwand erfordert, stimmte ihm der Ausschussvorsitzende Franz Buitmann (CDU) zu. Entscheidend für den Erfolg sei, wie die Politiker sich einbrächten. Markus Revermann (UWG Samtgemeinde) erklärte, es sei wichtig, Jugendliche in die Kommunalpolitik einzubeziehen. Seine Heimatgemeinde Rieste habe dafür schon einmal eigens ein Jugendparlament gebildet.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN