Auf dem Schulhof geblitzt Verkehrssicherheitstag an den BBS Bersenbrück

Von Bjoern Thienenkamp


Bersenbrück. Der Klang der Martinshörner lag von dem Unfall mit vier Schwerverletzten am späten Mittwochnachmittag quasi noch in der Luft, da trötete das Tatütata am Donnerstagmorgen schon wieder durch Bersenbrück.

Gegen 10.15 Uhr düsten Feuerwehr und Rettungsdienst zu den Berufsbildenden Schulen an der Ravensbergstraße. Dort war ein Pkw gegen einen Baum geprallt, die junge Fahrerin eingeklemmt. Während die Feuerwehr Fahrzeugteile abtrennte, versorgte der Rettungsdienst die Verletzte. Ganze Schülerscharen umlagerten das Geschehen, sahen interessiert zu. So viele Gaffer?

Nun ja, bei dem Projekttag „Aktion junge Fahrer“ der Verkehrswacht Bersenbrücker Land war das so gewollt, die Arbeitsabläufe wurden sogar moderiert. Besser ist es natürlich, wenn es erst gar nicht zu einem Unfall kommt. Das wollte der vom Bundesverkehrsministerium finanzierte Verkehrssicherheitstag in Bersenbrück vermitteln.

Unter dem Motto „Schnell kann alles vorbei sein“ konnten weitere Aktionselemente genutzt werden: Beim Überschlagsimulator galt es, aus einem auf dem Kopf liegenden Auto auszusteigen, der Rauschbrillenparcours simulierte, wie schwierig Alltagsaufgaben mit benebeltem Blick werden, und der Aufprallsimulator zeigte, dass der Gurt auch schon bei geringen Geschwindigkeiten notwendig ist.

Seh- und Reaktionstest

Hinzu kamen Fahrsimulator sowie Seh- und Reaktionstest. Neben den Vorträgen von Kriminaloberkommissar Manfred Egler führte Manfred Motzek einen Radarwagen des Landkreises vor, hier blieb der rote Blitz aber folgenlos, die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück Nord war mit dem Nachtschwärmer dabei, die Dekra kontrollierte Fahrzeuge.