„Messdiener auf Lebenszeit“ Neuspriester Thilo Saft feiert Primiz in Ankum

Von Reinhard Rehkamp

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Ankum. Am Pfingstsamstag hat Bischof Franz-Josef Bode im Osnabrücker Dom hat am Pfingstsonntag den aus Ankum stammende Pater Thilo Saft zum Priester geweiht. In der Pfarrkirche St. Nikolaus, in der er vor vielen Jahren als Messdiener, in der Jugendarbeit und in der Textgruppe für die Jugendgottesdienste aktiv gewesen ist, hat der Neupriester am Pfingstsonntag zusammen mit einer großen Festgemeinde seine Heimatprimiz gefeiert.

Begleitet von Fahnenabordnungen und den Konzelebranten Pater Hubert Bonnet-Eymard (Provinzial der Ordensgemeinschaft der Maristen in Europa) , Pater Alois Greiler (Regionaloberer der Maristen), Pater Ludger Werner (Primizprediger vom Maristen-Orden), Heimatpfarrer Ansgar Stolte, Pastor Stefan Tietje sowie Diakon Olaf van der Zwaan, zog der Neupriester in die voll besetzte Kirche ein.

„In großer Freude und tiefer Dankbarkeit dürfen wir am Pfingstsonntag die Primizfeier von Pater Thilo Saft feiern“. Mit diesen Worten hatte zu Beginn Pfarrer Ansgar Stolte die Gottesdienstbesucher begrüßt. Saft bezeichnete sich in seiner kurzen Begrüßung nun als Messdiener auf Lebenszeit.

Primizprediger Pater Ludger Werner begann seine Ansprache mit dem deutschen Sprichwort „Wer A sagt muss auch B sagen“. Er stellte diese Aussage infrage. Thilo Saft hätte aber tatsächlich B gesagt. Seine geistliche Begleiterin hatte ihm vor zehn Jahren vorgeschlagen, das Leben in einem Orden auszuprobieren. In einem Buch von Ordensverzeichnissen stieß er unter dem Buchstaben A wie Ahmsen und damit auf die Maristen. Saft lebte einige Zeit in Passau. Dann ging es für ihn in die Welt hinaus. Noviziat auf den Philippinen, Weiterstudium in London und eine Fortbildung in Irland. Nach dem A kam immer mehr das B in den Vordergrund, das nicht für barocke Strukturen in der Kirche, sondern für Bund, Bündnis und Beziehung mit der Kirche steht.

Auf dem Weg zur Entscheidungsfindung habe sich sein persönliches Pfingsten ereignet. Er sei dem Ruf des Geistes Gottes gefolgt. Zu seinem Charisma gehöre das einfache Dasein dazu. Schalom bedeute, da ist Platz für dich bei mir für das Zuhören. Als Priester dieses Schalom selbst anderen zu schenken sei nicht immer leicht. Mit den Worten „Wer A sagt, darf vertrauend B sagen“, schloss Ludger Werner seine Ansprache ab.

Im Namen der Pfarreiengemeinschaft Ankum, Eggermühlen und Kettenkamp überbrachte Bernhard Baune Glückwünsche. Er wies darauf hin, dass zuletzt vor 13 Jahren mit Bernd Brinkmann ein Ankumer zum Priester geweiht wurde. So ein Ereignis sei auch selten bei den Maristen und inzwischen sogar in der Diözese Osnabrück.

Thilo Saft dankte seinen Eltern, der Familie sowie den Mitbrüdern vom Maristen-Orden, die ihn auf dem Weg hierher begleitet haben. Sein Dank galt aber auch denjenigen, die sich in irgendeiner Form am Gottesdienst beteiligten, ganz besonders der Pfarrgemeinde für das ihm geschenkte Messgewand.

Beim Empfang der Pfarrgemeinde im Haus Kirchburg teilte Pater Hubert Bonnet-Eymard mit, dass sich die Kommunität in Passau über Thilo Saft freue und er in den nächsten drei Jahren dort in der Pastoral in der Innenstadt und in der Seelsorge am Maristengymnasium Fürstenzell tätig sein wird.


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