Schwangerenberatung Bersenbrück: „Donum Vitae“ braucht Unterstützung

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Donum Vitae will helfen, braucht dabei aber Unterstützung, erfuhr in Bersenbrück Landtagspräsident Bernd Busemannn (Mitte) von Onlineberaterin Ingrid Lambers (Bad Iburg), Martina Saathoff (Bersenbrück), Monika Niermann (Landesvorsitzende) Angelika Knoll (Geschäftsführerin).

            

              
                Foto: Martin SchmitzDonum Vitae will helfen, braucht dabei aber Unterstützung, erfuhr in Bersenbrück Landtagspräsident Bernd Busemannn (Mitte) von Onlineberaterin Ingrid Lambers (Bad Iburg), Martina Saathoff (Bersenbrück), Monika Niermann (Landesvorsitzende) Angelika Knoll (Geschäftsführerin). Foto: Martin Schmitz

Bersenbrück. Die große Stärke des Vereins „Donum Vitae“ ist zugleich seine Schwäche: Er hilft Frauen und Mädchen, die schwanger werden. Und zwar so unauffällig und effektiv, dass öffentlich kaum bekannt ist, welch wertvolle Arbeit die Beratungsstellen leisten. Und weil das nur wenigen bewusst ist, fehlen Spender. In manchen der neun niedersächsischen Regionalvereine ist die finanzielle Situation prekär, erklärt Landesvorsitzende Monika Niermann.

Niermann nahm den Besuch des niedersächsischen Landtagspräsidenten Bernd Busemann in der Bersenbrücker Geschäftsstelle zum Anlass, auf die Situation des Vereins hinzuweisen. Der Emsländer kannte die Vorgeschichte, weil emsländische Politikerkollegen wie Werner Remmers entscheidend mitwirkten, als vor 15 Jahren dieser Verein gegründet wurde, weil katholische Stellen sich aus der Schwangerschaftskonfliktberatung zurückziehen mussten.

Aus diesen Anfängen wurde mittlerweile eine bundesweit tätige überkonfessionell anerkannte Institution mit überkonfessionellem Mitarbeiterstab, berichtet Niemann. Allein in Niedersachsen gebe es neun Regionalvereine, die 27 Mitarbeiterinnen beschäftigen, die in 22 Beratungsstellen jährlich 1100 Schwangerschaftskonfliktberatungen vornehmen. Getragen von christlichen Werten werden sie insbesondere dann aktiv, wenn Frauen nicht abtreiben, sondern ihre Kinder zur Welt bringen wollen. Sie wissen, wo frau welche Zuschüsse bekommt für ihr Baby, oder, auf welchem legalen Wege die Mutter ihre Anonymität wahren kann.

Sie und ihre Kolleginnen müssten sich ständig weiterbilden, berichten Onlineberaterin Ingrid Lambers und Martina Saathoff, die vor 15 Jahren als erste Beraterin in der ersten Beratungsstelle des Vereins aktiv wurde, das war in Bersenbrück.

Knapp 80 Prozent der Kosten würden vom Land erstattet, berichten die Vorsitzende Niermann und Landesgeschäftsführerin Angelika Knoll. Den Rest müsse der Verein aufbringen. Für den emsländischen Regionalverein bedeute das zum Beispiel, Jahr für Jahr etwa 30000 Euro aufzutreiben. In manchen Regionalvereinen sei die Finanzdecke so dünn, dass Mitarbeiter auf das Weihnachtsgeld verzichteten und die Verwaltungsarbeit großenteils ehrenamtlich erledigt werde.

„Was hier für die alternde und säkularisierte Gesellschaft geleistet wird, ist nicht hoch genug einzuschätzen“, sagte Busemann, der sich spontan zu einer namhaften Spende entschloss. Er regte an, Don Vitae in Testamenten zu berücksichtigen und bei Firmen und Familienfeiern eine Spende anstelle von Geschenken zu machen.


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