Der große Umbau hat begonnen See- und Sporthotel Ankum wird sein „Monster“ los


Ankum. Jetzt geht es los: Mit dem Abriss der großen Tennishalle beginnt die Umgestaltung des See- und Sporthotels in Ankum. Mal sehen, ob das Haus im Dezember noch wiederzuerkennen ist. Dann soll nämlich alles fertig sein, pünktlich zur nächsten internationalen PSI-Pferdeauktion. Wichtigste Neuerung: Der Eingang wird von der Seeseite an die Front an der Tütinger Straße verlegt. Das Hotel bekommt ein komplett neues Gesicht.

Das ist aber noch nicht alles. Die Terrasse zum Ankumer See wird gerade gründlich überarbeitet. Sie bekommt einen kleinen Springbrunnen mit einer Wasserkaskade zum Park am See hinunter, eingefügt in so eine Art Ankumer Amphitheater. An lauschigen Abenden kann man hier die Seele baumeln lassen. Und beim Public Viewing finden auf den Sitzbänken viele Zuschauer Platz.

Und: Hotelbesitzer Georg Dobelmann holte Klaus Schuchardt als Hotelchef nach Ankum zurück. Den Mann, der vor anderthalb Jahrzehnten im Hotel Schmidt die Standards setzte, die heute noch im Ort als Maßstab gepflegter Gastlichkeit gelten.

Vergangenes Jahr hatte Dobelmann noch von einem Neubau gesprochen. Dazu wäre ihm ein enges Zeitfenster von einem Jahr zwischen den PSI-Hauptauktionen geblieben, die immer am zweiten Dezemberwochenende im Hotel stattfinden. Der Hotelbetrieb hätte in der Bauzeit ruhen müssen.

Zu diesem Kraftakt wäre der vielseitige Geschäftsmann durchaus bereit gewesen, immer aber unter der Voraussetzung, dass ein Neubau nicht wesentlich mehr gekostet hätte als ein Umbau. Von vier bis fünf Millionen Euro war damals die Rede.

Zwischenzeitlich muss es Überraschungen gegeben haben. Die Kalkulation für den Neubau stieg auf 7,8 Millionen. „Da müsste ich ganz schön alt werden, bis wir das wieder drin haben. Und du müsstest hundert Jahre alt werden,“ flachst Dobelmann seinen grau melierten Hotelchef an.

Dann lieber ein Umbau, den Dobelmann für fünf Millionen verwirklichen will. Zumal der Bettentrakt eh schon modernisiert ist. Und der Hotelbetrieb könnte weiterlaufen.

Trotzdem bleibt es ein enorm ehrgeiziges Projekt. Das Haus wird von Grund auf umgekrempelt. Bislang schiebt sich eine riesige Tennishalle zwischen das Hotel und seine wichtigste Zufahrt von der Tütinger Straße. Um ins Haus zu gelangen, muss man um den Gebäudekomplex herum auf die Seeseite.

Ein „Monster“ nennt einer der beteiligten Handwerker die Halle. Erst wenn sie abgerissen sei, dann sei ein freier Blick auf das Hotel möglich.

Und eine Neugestaltung, die wie ein Neubau das Hotel verändern wird. Der Haupteingang wird auf die Seite an der Tütinger Straße verlegt. Hier entsteht eine großzügige Lobby, über die auch die PSI-Veranstaltungshalle mit ihren Pferdestallungen zu erreichen sein soll. Die hat bislang einen separaten Eingang.

An die Stelle der Tennishalle tritt ein Gebäude mit einem großen Festsaal und weiteren Sälen, die sich für Feiern ebenso eignen sollen wie für Kongresse unterschiedlicher Größe.Es bekommt einen eigenen Eingang, um den Hotelbetrieb so wenig wie möglich zu stören. Auf den Bau wartet Ankum schon. Von den klassischen Sälen im Zentrum soll einer bald abgerissen werden, ein anderer wird kaum noch genutzt.

Und 2016 ist dann das Restaurant an der Reihe, die Seeseite des Hauses, bis in den Keller hinein. Klaus Schuchardt freut sich schon darauf, auf dieses andere Gefühl, am See zu sein, sei es im Restaurant, sei es auf der Terrasse davor.

Und er ist optimistisch, dass sich der Zeitplan umsetzen lässt. Wer ab Dezember 2015 eine Festlichkeit plant, könne sich mit ihm im Hotel in Verbindung setzen, sagt Schuchardt.


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