Initiative aus Rehden sucht Rat Bürgerradweg in Döthen macht Schule

Wie baut man einen Bürgerradweg? Die Bürgerinitiative Hemsloher Düversbruch holte sich Rat in Eggermühlen. Foto: Georg GeersWie baut man einen Bürgerradweg? Die Bürgerinitiative Hemsloher Düversbruch holte sich Rat in Eggermühlen. Foto: Georg Geers

gg/ms Eggermühlen-Döthen. Der Bürgerradweg in Döthen macht Schule. Zum ersten Mal erkundigt sich eine Bürgerinitiative, ob das Döthener Modell auf ihre Verhältnisse übertragbar sein könnte.

In Eggermühlen-Döthen baut der Verein „Rad-Aktiv„ gerade mehrere Kilometer Radweg in eigener Regie entlang einer Landesstraße. Darüber berichtete unter anderem der Norddeutsche Rundfunk in seinem Fernsehmagazin „Hallo Niedersachsen“ . Friedhelm Wiegmann und Mitstreiter von der Bürgerinitiative „Hemsloher Düversbruch“ in Rehden waren von der Sendung schwer beeindruckt. Seit Jahren kämpft die Bürgerinitiative um einen Radweg entlang eines gefährlichen Abschnitts der Landesstraße 345, die durch die weitläufige Landgemeinde Rehden im Landkreis Diepholz verläuft. Verblüffende Ähnlichkeiten also zum Radwegproblem an der Landesstraße 73 in Eggermühlen. Und Grund genug sich auf dem Hof Gärke in Döthen einzufinden und schlauzumachen.

Dort stellten Theo Gärke als Sprecher der Initiative „Rad-Aktiv“ und Schatzmeister Ulrich Gövert das Projekt vor. Rad-Aktiv ist zwar ein privater Verein, der nach Vorbildern aus Nordrhein-Westfalen den Radweg plant, baut und auch das Geld dafür zusammenbekommen muss. Doch die politische Gemeinde Eggermühlen unterstützt das Projekt nach Kräften. Sie schuf eine der wichtigsten Voraussetzungen, indem sie über ein Flurbereinigungsverfahren die Grundstücke entlang der Straße besorgte. Die Gemeinde schaffte es auch, das Land Niedersachsen mit ins Boot zu bekommen, das Geld gibt für den Umbau eines Straßenstückes und neue sichere Bushaltestellen. Der Verein wiederum flankierte diese Bemühungen in Hannover mit einem öffentlichkeitswirksam inszenierten Besuch bei Wirtschaftsminister Olaf Lies in Hannover.

Geld sammelt er mit Aktionen wie einer Modenschau oder den Meilensteinen, die Sponsoren kaufen können. Göverts wichtigster Tipp an die Radweginitiative aus dem Kreis Diepholz: „Vorhaben konsequent weiter verfolgen, möglichst viele Bürger mit ins Boot zu holen und immer wieder Druck auf die politisch Verantwortlichen in der Region ausüben.“


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