Mehrkosten: Drittelmillion Mehr Personal für Kitas in Samtgemeinde Bersenbrück

Die elf Kindergärten in der Samtgemeinde Bersenbrück sollen mehr Personal für die Betreuung bekommen. Bild: Sprachtest Delfin mit vierjährigen Kindergartenkindern in Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini/dpaDie elf Kindergärten in der Samtgemeinde Bersenbrück sollen mehr Personal für die Betreuung bekommen. Bild: Sprachtest Delfin mit vierjährigen Kindergartenkindern in Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini/dpa

ms Gehrde/Bersenbrück. Die Samtgemeinde Bersenbrück will mehr Personal für die elf Kindertagesstätten in ihren sieben Mitgliedsgemeinden einstellen. Kosten: 330000 Euro jährlich.

Mitte des Jahres hatte die niedersächsische Landesregierung die Regeln für die Betreuung von Kindergruppen verschärft. Demnach müssen die Gruppen künftig durchgehend von zwei qualifizierten Kräften betreut werden. Bislang war es ausnahmsweise möglich, eine Gruppe für eine kurze Zeit nur von einer Kraft betreuen zu lassen, falls die zweite Kraft ausfiel. Ersatzweise konnte auch eine Hilfskraft die zweite Betreuungskraft für eine Weile vertreten.

Künftig muss die Gruppe zeitweilig geschlossen werden, falls keine qualifizierte zweite Kraft mehr zur Verfügung steht. Deshalb soll nun auf Beschluss des Samtgemeinderates das Personal für die drei Kindergärten in kommunaler Regie aufgestockt werden. Außerdem zahlt die Samtgemeinde für mehr Personal an den sieben Kindergärten in katholischer Trägerschaft und der Tagesstätte der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück.

Weil der Haushalt 2015 wohl frühestens zur Jahresmitte in Kraft treten wird, kann das Personal erst dann eingestellt werden. Das würde für die Samtgemeinde bedeuten, dass sie im kommenden Jahr statt einer Drittelmillion vorerst nur Mehrkosten von knapp 140000 Euro übernehmen muss.

Auf Dauer will die Samtgemeinde auf externe Audits des einheitlichen Kita-Qualitätsmanagements verzichten. Die Zertifizierungen seien zu aufwendig, würden Zeit kosten, die in der Betreuung fehle, so die Tagesstätten. Interne Audits würden aber wenig bringen, mahnte CDU-Fraktionssprecher Gerd Uphoff. Man solle es bei der externen Überprüfung belassen, forderte er.


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