Güter auf die Schiene? Weiter Kontroverse um Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn

Züge verirren sich nur  selten auf das Gleis der Ankum Bersenbrücker Eisenbahn. 2007 charterten Eisenbahnfreunde diese historische Diesellok. Foto: Rolf KamperZüge verirren sich nur selten auf das Gleis der Ankum Bersenbrücker Eisenbahn. 2007 charterten Eisenbahnfreunde diese historische Diesellok. Foto: Rolf Kamper

Bersenbrück/Gehrde. Soll die Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn erhalten bleiben oder nicht? Auch im Rat der Samtgemeinde Bersenbrück gibt es dazu kontroverse Ansichten.

In der jüngsten Ratssitzung in Gehrde berichtete Günther Kosmann (CDU) aus einer Sitzung des Finanzausschusses. Dort hatte Ewald Beelmann als Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde ein Gutachten vorgestellt . Das bestätige der knapp fünf Kilometer langen Bahnlinie von Bersenbrück nach Ankum Potential im Frachtverkehr. Unternehmen im Umkreis hätten auf Anfrage Interesse gezeigt, für Transporte auch den Schienenweg zu nutzen.

Initiative ergriffen

Nur: Seit Jahren ist kein Güterwaggon mehr über die Gleise gerollt. CDU-Sprecher Gerd Uphoff begrüßte ausdrücklich, dass Samtgemeindebürgermeister Horst Baier die Initiative ergriffen habe und eine Belebung der Bahnlinie prüfen lasse. Im nächsten Jahr wolle die Samtgemeinde 60000 in die Sanierung der Gleise stecken. Sei es nicht besser, damit zu warten, bis klar sei, ob die Bahn noch gebraucht werde? Nicht dass die Bahn zum Geldgrab werde wie der Flughafen BER für die Bundesländer Berlin und Brandenburg.

Güter auf der Schiene

Im Ankumer Gemeinderat gebe es „Konsens, an der Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn festzuhalten,“ entgegnete Detert Brummer-Bange (UWG Ankum). Sie biete vielen Unternehmen die Gelegenheit, ihre Güter auf die Schiene zu bringen.

Was aber „wenn da nichts draufkommt?“, fragt Christian Klütsch (CDU). „Wir haben ein Problem, das der Bevölkerung zu vermitteln.“


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