Schürmann überzeugt Gehrderin zeigt glanzvollen Auftritt in Frankfurt

Von Helmut Diers

In der internationalen Serie „Meggle Champions“ erreichte Charlott-Maria Schürmann mit Burglington FRH in Frankfurt Rang zwei und machte damit international mächtig auf sich aufmerksam. Foto: Stefan LafrentzIn der internationalen Serie „Meggle Champions“ erreichte Charlott-Maria Schürmann mit Burglington FRH in Frankfurt Rang zwei und machte damit international mächtig auf sich aufmerksam. Foto: Stefan Lafrentz

Frankfurt. „Es war alles lupenrein. Wir waren alle glücklich“, beschrieb die 22-jährige BWL-Studentin an der Uni Münster, Charlott-Maria Schürmann aus Gehrde, ihren großen Erfolg in der Frankfurter Festhalle. „Wir hatten bisher eine ganz tolle Saison“, lobte die B2-Kaderreiterin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ihren elfjährigen Hengst Burlington FRH, mit dem sie in Frankfurt die Qualifikation für das Finale in der internationalen Dressurserie „Meggle Champions“ im Frühjahr in Dortmund schaffte.

Mit Burlington FRH gewann die Gehrderin vor zwei Jahren in Frankfurt den Nürnberger Burgpokal und holte sich im November bei den „Stuttgart German Masters“ den Piaff-Förderpreis der Liselott-Schindling- und Klaus-Rheinberger-Stiftung ab.

„Frankfurt war das Tüpfelchen zum Jahresabschluss“, sagte die Nachwuchsreiterin, auf die die Bundestrainerin Monica Theodorescu längst aufmerksam geworden ist. Die Mainmetropole könnte der Durchbruch in den ganz großen Sport für Schürmann gewesen sein. Dabei begann es für das Paar in der Einlaufprüfung, Grand Prix, der “Meggle Champions“ nicht ganz wunschgemäß. Fehler bei den Einerwechseln und den Zickzacktraversalen, die doppelt bestraft werden, verhinderten eine bessere Platzierung als Rang fünf.

Auf den Punkt genau war das Gehrder Paar in der eigentlichen Qualifikation, einem Grand Prix Special, topfit. Beide waren zuvor noch nie eine derartig schwere Dressurprüfung wettkampfmäßig gegangen. „Tadellos“, lobte Papa Heinz-Werner Schürmann nach der Vorstellung seine Tochter und Burlington FRH. Rang zwei hinter der 47-jährigen Eidgenossin Marcela Krinke-Susmelj auf dem 13-jährigen Olympiapferd Smeyers Molberg (74,66%) war der Lohn für Schürmann (72,21%). Die weiteren Ränge belegten B-Kaderreiter Benjamin Werndl (Aubenhausen/69,94%) mit „Der Hit“, Mannschaftsweltmeisterin Fabienne Lütkemeier (Paderborn/69,60%) mit Diamonds Forever, Patrick van der Meer (Niederlande/67,37%) mit Zippo und Hubertus Schmidt (Borchen/67,13%) mit Hedelunds Mefisto. Jetzt wartet auf Schürmann und Burlington FRH im März das Finale der mit über 100 000 Euro dotierten „Meggle Champions“ – Serie in Dortmund. Zuvor ist aber noch ein Start im K+K-Cup vom 7. bis 11. Januar in Münster vorgesehen.

Mit dem erst neunjährigen Hengst Edward vom Landgestüt in Celle, der vor Frankfurt fast ein halbes Jahr Turnierpause hatte, wusste Schürmann trotzdem zu überzeugen.

„In der Einlaufprüfung zum Finale im Nürnberger Burgpokal war Edward noch unkonzentriert und ließ sich durch das weihnachtliche Ambiente in der Frankfurter Festhalle ablenken“, so Schürmann, die Rang sieben belegte. Im Finale selbst waren Reiterin und Pferd konzentriert bis in die Haarspitzen. 71,122 Prozent bedeuteten Rang fünf.

Von dem Gehrder Paar wird sich die Bundestrainerin mit Sicherheit Notizen gemacht haben. Traditionell wurden im Finale des Burgpokals der Stilpreis sowie ein Sonderehrenpreis für das beste Rückwärtsrichten ausgelobt. Schürmann wurde für das beste Rückwärtsrichten besonders ausgezeichnet.


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