Uralter Brauch Dienstag Lienesch-Middewinter-Singen in Ankum

Von Thomas Oeverhaus

Hoch auf dem Ankumer Kirchturm versammeln sich zwei Tage vor Heiligabend Freiwillige zum Lienesch-Middewintersingen. Heute ist es wieder soweit.Foto: Thomas OeverhausHoch auf dem Ankumer Kirchturm versammeln sich zwei Tage vor Heiligabend Freiwillige zum Lienesch-Middewintersingen. Heute ist es wieder soweit.Foto: Thomas Oeverhaus

to Ankum. Von 18 bis 19 Uhr erschallen am Dienstag vom Turm der Ankumer St.-Nikolaus-Kirche wieder uralte Lieder, begleitet von einer Bläsergruppe. Wie schon seit Jahrhunderten, feiern die Ankumer kurz vor dem Weihnachtsfest ihre Tradition des „Lienesch-Middewintersingens“.

Neben dem Absingen uralter Weihnachtslieder und dem „Beiern“ , dem Glocken läuten per Hand, gehört auch am Ende der Feierstunde ein wärmender Trunk zur Tradition. Ein Dank an die Teilnehmer, die bei Wind und Wetter in den Kirchturm hinaufsteigen.

Eine alte Quittung aus dem Ankumer Kirchenarchiv – ausgestellt im Jahr 1698 – belegt, dass bereits damals die Kirchengemeinde St. Nikolaus nach erfolgtem Turmsingen einen wärmenden Tropfen spendierte.

Apropos: Aufwärmen können sich die Zuhörer auch auf dem Alten Marktplatz an der Hauptstraße vor den Arkaden. Dort werden die Gäste mit wärmenden Getränken versorgt. Lautsprecher sorgen dafür, dass Gesang, Musik und das „Beiern“ weithin zu hören sind.


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