Statistik vorgestellt TÜV registriert mehr Mängel im Altkreis Bersenbrück

Von Horst Schwitalla

Haben oft Grund zum Kopfschütteln: Raphael Bernotat und Mathias Kotte. hs/Foto: Horst SchwitallaHaben oft Grund zum Kopfschütteln: Raphael Bernotat und Mathias Kotte. hs/Foto: Horst Schwitalla

Altkreis Bersenbrück. Erfreulich viele Autos ohne Mängel. Das spiegelt die Jahresstatistik des TÜV Nord, Station Bersenbrück wider. Was früher nur als leichte Mängel dokumentiert wurde, wird in der neuen Statistik als erheblicher Mangel eingestuft.

61 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Bersenbrück die Hauptuntersuchung absolviert haben, bekamen sofort eine neue TÜV-Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit. Im Jahr zuvor waren es 64 Prozent. Bei rund 47 Prozent (50 Prozent im Vorjahr) fanden sich sogar gar keine Mängel am Wagen. Aber 39 Prozent (33,7 Prozent zum Vergleich) der Fahrzeuge hatten erhebliche Mängel. Sie mussten unverzüglich repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Plakette auf das Nummernschild und das HU-Siegel in den Fahrzeugschein geklebt werden konnte. Absolut verkehrsunsicher waren gleichbleibend nur 0,07 Prozent.

Die Mängelentwicklung erläutert der Leiter der TÜV-STATION in Bersenbrück, Raphael Bernotat: „Die Hersteller bauen im Prinzip gute Autos, die eigentlich auch nach vielen Jahren noch ohne Mängel auf unseren Straßen unterwegs sein können. Leider kümmern sich aber zahlreiche Autofahrer nicht genug um die Wartung und die Pflege ihres Fahrzeuges. Sie lassen aus Bequemlichkeit oder aus Kostengründen regelmäßige Termine zur Inspektion oder Instandhaltung verstreichen. Wer sich ein wenig um sein Auto kümmert und es in einer Fachwerkstatt warten lässt, kann der TÜV-Hauptuntersuchung gelassen entgegen sehen“.

Auch die Mängelgruppen deuten darauf hin, dass viele Autofahrer sich oftmals nicht um den sicheren Zustand ihres Fahrzeuges kümmern. Die Mängelgruppe „Licht, Elektrik“ liegt in der Statistik immer noch weit vorne. Oftmals werden sogar mehrere Beleuchtungsmängel an einem Fahrzeug entdeckt. Erfreulich ist, dass die Mängelquote in diesem Bereich im vergangenen Jahr zurückgegangen. ist, so von 30,7 auf 29,9 pro 100 geprüfter Fahrzeuge.

Eventuell ist dies eine Folge der neuen schwerwiegenderen Einstufung von Beleuchtungsmängeln, die früher als geringe, aktuell aber als erhebliche Mängel gewertet werden. Insgesamt ergibt sich in der Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen: „Licht, Elektrik“, „Bremsen“, „Umweltbelastung“ und „Achsen, Räder, Reifen“.


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