Nachhutgefecht im Samtgemeinderat IGS in Ankum: „Nicht gleich Flinte ins Korn werfen“

Die Samtgemeinde Bersenbrück hat ihren Antrag auf eine IGS in Ankum zurückgezogen. Das Projekt hat aber weiter Fürsprecher. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke/ArchivDie Samtgemeinde Bersenbrück hat ihren Antrag auf eine IGS in Ankum zurückgezogen. Das Projekt hat aber weiter Fürsprecher. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke/Archiv

ms Gehrde/Bersenbrück Samtgemeindebürgermeister Horst Baier hat den Antrag auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Ankum zurückgezogen. Das Projekt hat aber weiter Befürworter wie auch Gegner im Bersenbrücker Samtgemeinderat.

Wenn das IGS-Projekt wegfalle, sei der Ausbau der August-Benninghaus-Schule in Ankum überdimensioniert und zu teuer, so Gerd Uphoff. Die Ankumer Oberschule leiste gute Arbeit, sagte der CDU-Fraktionssprecher in der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates in Gehrde. Doch dass sie auf durchgehend vier Klassen pro Jahrgang anwachse, damit sei trotz ihres Aufschwungs in jüngster Zeit nicht zu rechnen. Klaus Wübbolding (CDU) bescheinigte der Ankumer Oberschule hervorragende Arbeit, ebenso Gerd Steinkamp (CDU) der seine Forderung wiederholte, man möge die Schule endlich in Ruhe lassen, ihr Zeit zur Entwicklung geben.

Um die Schülerzahlen macht sich Samtgemeindebürgermeister Horst Baier wenig Sorgen. Derzeit würden der Schule drei Klassen pro Jahrgang fehlen, die an Schulen im Raum Fürstenau abwandern. Und in Ruhe gelassen werden wolle die Schule gar nicht, habe sich vielmehr aktiv am IGS-Projekt beteiligt.

Über Schulgeld der Samtgemeinde an Bramsche für die dort geplante IGS könne er im Moment nichts sagen, weil noch zu viele Dinge unklar seien, reagierte Baier auf ein Anfrage Wübboldings.

„Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen“ wollte Ankums Bürgermeister Detert-Brummer-Bange. Die August-Benninghaus-Schule sei eine der besten der Region. Sie arbeite „IGS-nah“, das zeigten auch die Laufbahnempfehlungen ihrer Schüler. Trotz der IGS-Pläne in Bramsche gebe es aber auch genügend Grund, das Projekt einer Gesamtschule weiter im Auge zu behalten: „Es ist nicht Wunsch der Eltern, ihre Kinder an eine Schule außerhalb der Samtgemeinde zu schicken.“


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