Pionier, Unternehmer und Mäzen Ankumer Heimathefte widmen sich Albert Schmidt

Von Georg Geers

Ein Fenster des Boitinghofs ist Titelmotiv des neuen Ankumer Heimatheftes. Von links: Ulrich Gövert, Erwin Küdde, Brigitte Schmidt, Franz BuitmannzFranz Feldkamp.Foto: Georg GeersEin Fenster des Boitinghofs ist Titelmotiv des neuen Ankumer Heimatheftes. Von links: Ulrich Gövert, Erwin Küdde, Brigitte Schmidt, Franz BuitmannzFranz Feldkamp.Foto: Georg Geers

Ankum. Der Leitartikel des neuen Ankumer Heimathefts behandelt das Unternehmen Schmidt-Ankum und das Wirken Albert Schmidts, Unternehmerurgestein, Pionier der modernen Agrarwirtschaft und bedeutender Mäzen für Ankum.

Weitere Artikel und ein Bilderbogen vom großen Turmfest bieten reichlich Lesefutter.

Als eindrucksvolle Broschüre, die überregional Beachtung finde, bezeichnete KHBB-Vorsitzender Franz Buitmann die „Heimathefte für Dorf und Kirchspiel Ankum“ bei der Vorstellung der 18. Ausgabe im Ankumer Heimathaus. „Mit dieser Ausgabe haben wir sicherlich wieder einen sehr guten Mix aktueller und heimatkundlicher Themen behandelt“, erklärt Erwin Küdde, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins. Dem achtköpfigen Redaktionsteam dankte er für dessen Einsatz.

Als Macher, der in seinem Unternehmen und in vielen Ankumer Institutionen, Vereinen und Verbänden in der Gemeinde Meilensteine gesetzt habe, bezeichnet Redaktionsleiter Franz Feldkamp Albert Schmidt. Ganz besonders hieß er dessen Ehefrau Brigitte Schmidt bei der Vorstellung der Heimathefte willkommen.

Albert Schmidt, der mit zehn Geschwistern auf dem Boitinghof an der Druchhorner Straße aufwuchs, revolutionierte die Geflügelwirtschaft in den Sechziger- und Siebzigerjahren. Er machte Aluminium-Stallbauten bekannt und neue Hühnerrassen, führte das tiermedizinische Labor ein und die elektronische Datenverarbeitung. Mit seinem Gestüt nahm der Pferdekenner erstaunlich viel Einfluss auf die europäische Pferdezucht. Hier standen Stempelhengste wie die Vollblüter „Cardinal xx“ und „Hill Hawk xx“ und der Originalaraber „Ghazal“.

Schmidt holt die Schleppjagd in die Region, und mit Wolf Kröber leitet er die Wiedergeburt des Distanzrittes ein, der nach seiner Blütezeit vor dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang in der Versenkung verschwunden war. Kröber, Erfinder der Pferdemesse Equitana, verdient sich bei Schmidt die ersten Sporen als PR-Genie.

Darüber hinaus engagierte sich Albert Schmidt beim Bau des Heimathauses, im Sportverein Quitt und im Kuratorium des Marienhospitals. Beeindruckt zeigt sich Ulrich Gövert: Sehr erstaunt sei er gewesen, als er beim Blättern auf einem Foto ein Mädchen wiedererkannt habe, mit dem er heute Jahrzehnte glücklich verheiratet sei, so der Präsident des Wiehengebirgsverbandes.


Über 500 bislang veröffentlichte Artikel der Heimathefte-Reihe sind auf der Homepage des Heimatvereins zu finden.