Einigung mit Samtgemeinde Paul-Moor-Schule: Abzug aus Ankum, mehr Platz in Alfhausen

Von Martin Schmitz

In der Alfhausener Schule soll die Paul-Moor-Schule Ersatz bekommen für die Räume, die sie in Ankum verlieren wird. Foto: Lena StangenbergIn der Alfhausener Schule soll die Paul-Moor-Schule Ersatz bekommen für die Räume, die sie in Ankum verlieren wird. Foto: Lena Stangenberg

Bersenbrück. Die Samtgemeinde Bersenbrück und die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück (HpH) haben sich geeinigt: Weil die Zweigstelle der Paul-Moor-Schule aus Ankum abziehen muss, erhält sie zusätzlichen Platz in der Alfhausener Schule.

Dies teilen Samtgemeinde und HpH in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Bislang nutzt die Paul-Moor-Schule Räume an der Grundschule Ankum und im Schulzentrum auf dem Kattenboll, die anderweitig nicht gebraucht werden. Mit dem Umzug der Grundschule auf den Kattenboll stehen die Räume nicht mehr zur Verfügung. Im Ausbauprogramm der Samtgemeinde für das neue Schulzentrum auf dem Kattenboll mit Grundschule und Oberschule ist die Paul-Moor-Schule nicht eingeplant . Der Landkreis Osnabrück war als Kostenträger der Paul-Moor-Schule nicht bereit, eine kostendeckende Miete für den Neubau ihrer Räumlichkeiten aufzubringen.

„Der Paul-Moor-Schule ist eine enge räumliche Anbindung an Regelschulen sehr wichtig, um ihren Schülern mit Beeinträchtigungen Möglichkeiten zur schrittweisen Integration in schulische Aktivitäten zu ermöglichen“, zitiert die Pressemitteilung Guido Uhl, Geschäftsführer der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück. Daher habe es intensive Gespräche mit der Samtgemeinde zur Lösung der Raumfragen gegeben.

Samtgemeindebürgermeister Horst Baier zeigt sich froh, dass mittlerweile eine Lösung für den Raumbedarf gefunden werden konnte. Die Paul-Moor-Schule habe das Angebot der Samtgemeinde angenommen, weitere Räume in der Grundschule Alfhausen zu nutzen. Weiter können künftig Räume im Gebäudebestand der HpH am Stammsitz der Paul-Moor-Schule in Bersenbrück genutzt werden.

Für Ankum wurde mit der Paul-Moor-Schule vereinbart, dass sie bis zum 31. Januar 2015 in dem Hauptschulgebäude verbleiben kann. Danach beginnen die Umbauarbeiten für die Grundschule. „Durch diese Lösung ist die weitere Arbeit der Paul-Moor-Schule zwar gesichert, leider ohne die bisherige enge Anbindung an die Ankumer Schulen. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Partnern nahm gerade erst Fahrt auf“, so Uhl .

Baier kann sich mittelfristig auch eine erneute Prüfung der Raumfrage vorstellen. „Wir müssen aber zunächst abwarten, wie sich die Inklusion und die Nutzung der Schulgebäude entwickelt“, erklärt er. Hier werde es auf die Entscheidung der Eltern ankommen, die sich zwischen einer intensiven Beschulung in der Paul-Moor-Schule oder einer inklusiven Regelschule entscheiden könnten.