Riester Ausbaupläne bekräftigt Drei Großprojekte am Alfsee für 10 Millionen Euro

Von Marcus Alwes

Toni Harms (r.) und Dr. Horst Baier präsentierten u.a. die Architektenzeichnung für einen Wellness-Komplex. Foto: Marcus AlwesToni Harms (r.) und Dr. Horst Baier präsentierten u.a. die Architektenzeichnung für einen Wellness-Komplex. Foto: Marcus Alwes

Rieste. Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Alfsee GmbH haben ihre Erweiterungspläne für das in der Region beliebte Ferien- und Ausflugsziel in Rieste bekräftigt. Nahezu zehn Millionen Euro sollen hier deshalb in den kommenden Jahren investiert werden – in einen Wellness-Komplex, ein Germanenland-Dorf und ein Natur- und Umweltbildungszentrum auf dem Alfsee-Deich.

Was im Frühjahr bei einem Pressegespräch eher noch eine Ideensammlung und Absichtserklärung war, ist nun mit konkreten Zeichnungen und einer ersten Kostenübersicht präzisiert worden. „Wir sind froh, dass der Aufsichtsrat am Montagabend für die drei großen Projekte und die Fortsetzung der Planungen grünes Licht gegeben hat“, sagte Horst Baier. Der Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück ist gleichzeitig – neben Toni Harms – einer der beiden Geschäftsführer der Alfsee GmbH.

Aufsichtsrat stimmt zu

Mit Blick auf die ersten Finanzierungsberechnungen (rund 3 Mio. Euro für den Wellness-Komplex; circa 4,8 Mio. Euro für das Germanenland-Dorf; etwa 1,7 Mio. Euro für ein Natur- und Umweltbildungszentrum) geht Baier davon aus, „dass sich die Projekte Wellness und Germanenland absolut rechnen werden.“ Beim überregionalen Natur- und Umweltbildungszentrum – in den Räumen der ehemaligen Segelschule auf dem Deich – werde sich dagegen wohl „ein kalkulierter Zuschussbedarf von 200000 Euro pro Jahr ergeben“, so Baier. Zusammen mit Harms setze er jedoch unter anderem auf die Unterstützung des Landkreis Osnabrück, des Landes Niedersachsen und der Europäischen Union (EU). Auch Stiftungen sollen angesprochen werden.

Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Alfsee GmbH hatten die Planungen für die drei Projekte vorangetrieben, nachdem vor allem Vogelschutzmaßnahmen die Wassersportmöglichkeiten (Segeln, Surfen, Rudern) auf dem Hauptbecken des Ferien- und Erholungsparks fast komplett eingeschränkt haben. „Wir müssen trotzdem für Touristen und Ausflügler attraktiv bleiben“, so Toni Harms, „und wir müssen vermeiden, dass sich auf Dauer hier wirtschaftliche Schwierigkeiten entwickeln.“ Deshalb gelte es, mit neuen Ideen den Blick nach vorne zu richten – und Unterstützer zu suchen.

Neues 28000-qm-Dorf

Der neue Wellness-Komplex, der aus drei Gebäuden sowie Außenanlagen und einem Garten bestehen wird, solle in direkter Hotel-Nähe entstehen. Er werde u.a. eine große, zweistöckige Saunalandschaft, diverse Massage-, Beauty- und Kosmetikangebote sowie ein kleineres Schwimmbad bieten. „Tagesgäste aus der Region werden hier ebenso willkommen sein wie die Hotel- oder Feriengäste des Parks“, so Harms. 3000 Quadratmeter sind für das Wellness-Projekt eingeplant.

Noch einmal deutlich größer soll das Germanenland (mit drei Häuser-Siedlungen und einem zentralen Langhaus als Mittelpunkt) ausfallen. Das Dorf soll zwischen dem separaten Dubbelausee (Wasserskisektor), dem Campingplatzgelände und dem Piazza-Hotel liegen. „Wir wollen mit dem Germanenland für Übernachtungsgäste auch ein Stück unserer regionalen Geschichte erfahrbar machen – und dabei die Bereiche Erlebnis und Abenteuer gekonnt miteinander kombinieren“, sagt Harms. Es solle „aber nicht wissenschaftlich werden“.