Mit Hörnerklang und Wildbuffet Jägerschaft Bersenbrück beendet Hubertuswoche

Von Nicole Weymann

Jagdhornbläser aller Altersstufen beteiligten sich musikalisch am Gottesdienst. Foto: Nicole WeymannJagdhornbläser aller Altersstufen beteiligten sich musikalisch am Gottesdienst. Foto: Nicole Weymann

Ankum. Rund um den Namenstag des Heiligen Hubertus am 3. November beging die Jägerschaft ihre Hubertuswoche, die sie am Freitag mit einer ökumenischen Messe in der St.-Nikolaus-Kirche feierlich abschloss.

„Ein bisschen wie Weihnachten“ sehe es aus, wie eine der Besucherinnen des Gottesdienstes bemerkte. Neben lebensgroßen Tannen schmückten aber auch ein präparierter Fuchs und ein Hubertusgeweih den Altarraum und stimmten auf die Messe ein. Jagdhornbläser aus der ganzen Jägerschaft Bersenbrück waren angetreten, um die Gäste zum Gottesdienst waidmännisch zu begrüßen, während das Parforcehorncorps Waidmannslust aus Fürstenau die Liturgie begleitete.

Olaf van der Zwaan, Diakon der Pfarreiengemeinschaft Ankum, Eggermühlen, Kettenkamp, las zum Leben des Heiligen Hubertus. Die Nortruper Pastorin Angelika von Clausewitz predigte zum Thema „Glück“, das im Alltag auf vielerlei Weise eintreten kann. Am Ende des Gottesdienstes begleiteten die Jagdhornbläser den Auszug der Gemeinde.

Weite Teile der Gesellschaft trafen sich kurz darauf beim feierlichen Empfang zum Abschluss der Hubertuswoche im Ankumer Hotel Schmidt wieder, wo sie bei Wildbuffet und Hörnerklang zum jagdlichen Dialog eingeladen waren.

Thomas Lammerding, Vorsitzender der Jägerschaft Bersenbrück, begrüßte die zahlreichen Gäste, vom stellvertretenden Landrat Werner Lager und Helmut Dammann-Tamke, der als Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen auch die Festansprache hielt, über Vertreter des Land- und Kreistages, des Landkreises bis zu Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen von Gemeinden und Samtgemeinden sowie Vertretern von Vereinen und Verbänden. Unter den anwesenden Ehrengästen waren auch Josef Schröer, stellvertretender Präsident der Landesjägerschaft, Kreisjägermeister Helmut Spieker, der Ehrenvorsitzende der Landesjägerschaft, Dieter Rethorst, sowie der ehemalige Jägermeister Hans Abing.

Stellvertretender Landrat Werner Lager fasste sich bei seinem Grußwort mit Blick auf das wartende Buffet kurz, übermittelte die Grüße des Landrates und bescheinigte dem Essen mit seiner Expertise als Fleischermeister augenzwinkernd hervorragende Qualität. Festredner Helmut Dammann-Tamke orientierte sich in seiner Festrede an dem Veranstaltungsmotto „Bewahren durch Nutzen“. Durch das Jagdgesetz hätten Jäger auch die Verpflichtung zur Hege der Tiere, die unter das Jagdrecht fallen, unabhängig davon, ob sie auch tatsächlich bejagt würden. Von allen heimischen Tierarten unterstünden 140 dem Jagdrecht, von ihnen wiederum hätten nur 33 überhaupt eine Jagdzeit, der Rest, wie Luchs, Wildkatze oder Wachtel, hätten ganzjährig Schonzeit. Wildschweine, Rehwild, Raben oder auch Wasservögel profitierten enorm von unserer Kulturlandschaft. Fasane und Rebhühner seien Sorgenkinder, da Flächen immer intensiver bewirtschaftet würden. Abschließend appellierte er an alle Land- und Forstwirte, an Programmen zur Lebensraumverbesserung wie Blühstreifenprojekten teilzunehmen und sie zu unterstützen.