Hospizdienst Ankum: Kolping-Themenreihe begonnen

Von Nina Heinz

Jutta Rönker mit Themenreihen-Organisator Franz-Josef Ewerding. Foto: Helen EwerdingJutta Rönker mit Themenreihen-Organisator Franz-Josef Ewerding. Foto: Helen Ewerding

Ankum. Der Tod gehört zum Leben und zählt zusammen mit der Zeit des Sterbens zu den letzten großen Herausforderungen des Menschen. Wie der Hospizdienst helfen kann, darüber berichtete in Ankum Jutta Rönker. Über die Letzten Dinge des Lebens zu sprechen, haben nur wenige den Mut. Die Themenreihe „Dem Leben eine Perspektive geben“ der Kolpingsfamilie Ankum habe sich zum Ziel gesetzt, über diese letzten Herausforderungen aufzuklären und zu informieren, erklärte zur Einführung Organisator Franz-Josef Ewerding.

Mit einem Vortrag über die Sterbebegleitung startete Jutta Rönker die Reihe , Koordinatorin für Hospizdienst. Sie begann mit der Frage: „Was braucht ein Mensch am Lebensende?“ Eindeutig sei,, dass sich der Sterbende wohlfühlt und seine Bedürfnisse im psychosozialen, seelischen und spirituellen Bereich erfüllt seien. Der Sterbende solle sich nicht alleingelassen fühlen, seine letzten Wünsche sollten erfüllt werden.

Dies sei Ziel des kostenfreien, ehrenamtlichen Hospizdienstes, der palliativ und stationär wirken wolle. Palliativ bedeute, die Beschwerden und Schmerzen eines Schwerkranken oder Sterbenden zu lindern. Das palliative Hospiz setze sich zur Aufgabe, den Menschen zu befähigen, zu Hause in Würde zu sterben. Der Hospizdienst lasse die Kranken nicht alleine. Ein speziell geschulter Mitarbeiter begleite den Kranken bis zu seinem Tode. Er diene so als ein Rettungsanker für den Sterbenden.

Dagegen sei das stationäre Hospiz eine Herberge für den Kranken. Dort würden wie beim Palliativhospiz die Symptome gelindert. Doch der Sterbende bleibt im Hospiz, beispielsweise in Damme, Osnabrück oder Thuine.

Durch den Hospizdienst erlangt der Kranke die Möglichkeit, zufrieden zu sterben und eine Linderung der inneren Unruhe zu finden. Der Sterbende wird voll und ganz entlastet. Ein Mitarbeiter des Hospizes ist immer für ihn da. Er hat ein offenes Ohr und ein offenes Herz für die Geschichten und persönlichen Anliegen des Kranken.

Wer Fragen hat, kann Jutta Rönker in ihrem Büro im Marienhospital Ankum oder unter Telefon 0171/8302381 erreichen. Wer ehrenamtlicher Hospizmitarbeiter werden möchte, kann Anfang 2015 an einer Fortbildung teilnehmen. Weitere Informationen dazu im Pfarrblatt „Dreiklang“.

Der nächste Abend der Kolping-Themenreihe findet statt am Donnerstag, 27. November. Ab 19.30 Uhr im Haus Kirchburg spricht Ulrich Feige über Betreuungsvollmacht, Patientenverfügung und Testament.