„Endlich zu Potte kommen“ Aufzugstreit: Gerd Will in Ankum und Bersenbrück


bdr Ankum/Bersenbrück. Gerd Will, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, will die Umgestaltung der B214 in Ankum begleiten. Auch in den festgefahrenen Streit um den Aufzug im Bersenbrücker Bahnhof könnte er Bewegung bringen: Der Verkehrspolitiker sieht neben der Kommune auch die Bahn in der Verantwortung, und auch die müsse „zu Potte kommen.“

Auf Einladung des SPD-Kreisvorsitzenden Werner Lager kam der Landespolitiker nach Ankum, um sich über die Situation an der Ortsdurchfahrt Bundesstraße 214 zu informieren. Gemeinsam mit dem Ankumer Bürgermeister Detert Brummer-Bange, Samtgemeindebürgermeister Horst Baier, dem SPD-Kreisvorsitzenden Werner Lager und Mitgliedern des Rates von SPD und UWG nahm er die neuralgischen Punkte an der Straße in Augenschein.

Brummer-Bange (UWG) erklärte dem Abgeordneten, es laufe ein Antrag auf Um- und Neugestaltung der B214, da der durchlaufende Verkehr, besonders der Lkw-Verkehr, immer mehr zunehme. Rechtzeitig wurde die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in den Diskussionsprozess mit einbezogen und hat auch schon einen Plan vorgestellt.

Dieser Plan wurde bereits im Ankumer Gemeinderat beraten, und es wurden Änderungswünsche eingebracht, die über alle Fraktionen hinweg einstimmig gutgeheißen wurden. Hierbei ging es zum Beispiel um Fußgänger-Überquerungshilfen, besonders auch im Bereich des Krankenhauses, um die Entschärfung der Situation an der Einmündung der Alfhausener Straße oder auch um die Frage, was mit der Kreuzung am Kattenboll passieren soll. Da man in Ankum ja in vielen Punkten bereits Einigkeit erzielt habe, sagte Gerd Will seine Unterstützung bei der zügigen Umsetzung dieses Vorhabens zu.

Anschließend ging es für Gerd Will, Horst Baier und Werner Lager nach Bersenbrück zur Fußgängerbrücke über die Gleise im Bahnhof , wo sie schon von einer Bersenbrücker SPD-Delegation und Hubert Meyer erwartet wurden, dem Schwerbehinderten-Beauftragten der Samtgemeinde. Es ging wieder einmal um das leidige Thema Behindertenaufzug am Fußgängerübergang beim Bahnhof.

Wie Horst Baier ausführte, machten die Investitionen in den Aufzug nicht die großen Probleme, es seien die Folgekosten, über die man sich nicht einigen könne. Trotz aller Probleme sollen die Politiker und die Bahn „nun endlich mal zu Potte kommen“, sagt Hubert Meyer. Denn Inklusion, die ja derzeit in aller Munde sei, finde schließlich nicht nur in den Schulen statt, sondern spiele auch im öffentlichen Leben keine unbedeutende Rolle.

Gerd Will signalisierte, dass er sich der Sache annehmen werde, und sieht gute Chancen, hier eine einvernehmliche Lösung hinzukriegen, wobei er auch die Bahn in der Verantwortung sieht. Die derzeitige Lösung, mit einem Taxi-Shuttle mit halbstündiger Voranmeldung zum nächsten Bahnsteig zu gelangen, hält er „schlichtweg für eine Lachnummer“.