Unterhaltsames Finale IGS Fürstenau räumt beim Schulreiten in Ankum ab


Ankum. Eine Erfolgsgeschichte der ganz besonderen Art feierte in der P.S.I.-Veranstaltungshalle ihr silbernes Jubiläum – der in Deutschland einzigartige Schulreitwettbewerb Weser-Ems. Als vor 25 Jahren der niederländisch-deutsche Springreiter Franke Sloothaak, Sportdirektor Günter Westermann von der damaligen Bezirksregierung Weser-Ems und der ehemalige Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Weser-Ems (PSVWE), Joch Happ, die Idee für diesen Wettbewerb des PSVWE in Kooperation mit der niedersächsischen Landesschulbehörde in Osnabrück lieferten, hatte keiner damit gerechnet, dass ein Vierteljahrhundert später der Wettbewerb immer noch floriert.

„Jedes Jahr mobilisiert der Wettbewerb, der große Höhen und Tiefen durchschritten hat, über 2500 Schülerinnen und Schüler im Verbandsgebiet“, verwies Claus Bergjohann (Bühren), Vorsitzender des PSVWE mit Sitz in Vechta, nach dem erfolgreich und mit „bombastischer Stimmung“ verlaufenen Finale 2014.

Highlight des Jubiläumsfinales war der Besuch der Olympiasiegerinnen und Weltmeisterinnen Sandra Auffarth und Christina Sprehe. Auffarth und Sprehe schrieben rund eineinhalb Stunden mit einer beeindruckenden Gelassenheit ein Autogramm nach dem anderen. Auf die Frage an Sprehe, ob sie bei den Kürdressuren Reiter mit Tendenz zu größeren Taten in der Dressur ausgemacht habe, kam schmunzelnd die Antwort: „Ja, die beiden auf dem Shetty von der Grundschule Voltlage. Die waren richtig erfrischend und zum Schießen.“ Kein Wunder beim Thema der Kür: „Goldraub im wilden Westen“.

Tolle Stimmung, tolle Bilder, unwahrscheinlich Spaß gab es für die rund 1500 Zuschauer, die rund 650 Schüler und Schülerinnen mitgezählt, die für sportliche Rasanz und Augenweiden verantwortlich waren. Einen großen Anteil durfte die Dom-Oberschule Osnabrück als haushoher Sieger der Kategorie „Kürdressur“ für sich verbuchen. Verbandsjugendwart Bernd Menke begeistert nach der Vorstellung der Reiterinnen und ihrer 21 Statisten: „Warum nach Bochum fahren, wenn der Starlight Express zu uns nach Ankum kommt?“ Die Reiterinnen Mona Reimann und Janine Pinto und ihr Team hatten alles drin, was das Musical ausmacht.

Ihnen dicht auf den Fersen saß die Overbergrundschule Voltlage, die „Goldraub im Wilden Westen“ in die Manege brachte. Der „Goldraub im Wilden Westen“ war für Kinder dieses Alters in einer Perfektion zu sehen, dass der Beifall für die Reiter Lasse und Rasmus Hoberg mit Zottel und Jack sowie ihre 22 Schulkameraden nicht enden wollte. Wie sagte doch Christina Sprehe? „Zum Schießen!“

Den dritten Platz belegte eine „Schulgemeinschaft“ GS am Harderberg und GS Bad Rothenfelde. Dort scheinen zurzeit „Alm-Öhi“ und „Fräulein Rottenmeyer“ zu Besuch zu sein. Sie waren auf jeden Fall zur Stippvisite in Ankum. „Einfach köstlich“, hieß es auf den Rängen. Natürlich wurde kräftig mitgesungen.

Die Gesamtschule Fürstenau konnte mit einer beeindruckenden „WM 2014“ zwar mit großen Bällen auf kleine Tore schießen, aber nicht die „Kiddis“ aus GMHütte, Bad Rothenfelde und Voltlage verdrängen – Rang sieben.

Dafür sorgte die IGS-Ponyspieltruppe um Anna Schräder, Malin Kassubeck und Justine Wolke dafür, dass der Sieg in den Ponyspielen „Becherrennen“ und „Tennisbälle sammeln“ mit nach Fürstenau genommen wurde. Die Fürstenauer gewannen vor dem Gymnasium Brake und dem Burg-Gymnasium Bad Bentheim. Die Oberschule am Sonnenberg Berge belegte Platz sieben.

Den Sieg im „Punktespringen mit Joker bis Klasse 6“ verpasste Antonia Peiß von der Grundschule Fürstenau nur um eine Sekunde. Im Sattel von Pretty-Cora musste Peiß nur Kristin Willenborg von der Liebfrauenschule Vechta vorbeiziehen lassen. Im „Punktespringen mit Joker ab Klasse 7“ konnte Sophie Rietbrock mit Shakespeare von der Oberschule am Sonnenberg Berge einen beachtlichen dritten Rang nach Hause reiten. Auf Rang fünf kam Kira Victoria Wolff vom Gymnasium Bersenbrück ins Ziel.

Den größten Clou landeten die Schüler der IGS Fürstenau mit dem Sieg in der Kategorie „Punktbeste Schule“. Pro Platzierung in den verschiedenen Kategorien wurden Punkte vergeben. Fürstenau sammelte 17 Punkte und durfte den neuen Wanderpokal – der vorherige ruht schon in einer Vitrine der IGS Fürstenau – bereits auch mitnehmen. „Das war unser Ziel“, sagte Annette Schüler, Erzieherin an der IGS.


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