Combi-Markt wird eingeräumt Bersenbrücks schöne neue Einkaufswelt

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Bersenbrück. Fast zwei Jahre lang musste Bersenbrück ohne Vollsortimenter auskommen. Die supermarktfreie Zeit geht zu Ende, wenn nächste Woche der neue Combi-Markt Ecke Lindenstraße und Gerstlandstraße öffnet. In Sachen Einkaufserlebnis katapultiert er die Stadt an die Spitze der Bewegung.

Zehn Monate hatte die Deubema GmbH als Bauherr gebraucht, den Markt mit 1900 Quadratmeter Verkaufsfläche und einer auf die Stadt ausgerichteten Fassade hochzuziehen. Nun herrscht hektische Betriebsamkeit im Innern: Handwerker schließen Kühltruhen an, richten die Verkaufstheken her, die Backabteilung im Laden, den Bäckereishop und das Blumengeschäft im Eingangsbereich. Einrichtungsprofis bestücken die Regale nach raffiniert ausgearbeiteten Plänen, sogar mit Fotovorlagen.

Die rund 50 Mitarbeiter des neuen Bersenbrücker Einkaufsparadieses unterstützen sie nach Kräften. Viele von ihnen waren bereits im „alten“ Combi-Markt im Gewerbegebiet West dabei und kehren nun zurück, sagt Marktleiterin Petra Schulte: „Es werden viele in Bersenbrück bekannte Gesichter dabei sein.“

Auch Schulte kennt Bersenbrück noch aus jenen Zeiten, war damals schon Marktleiterin. Doch damit dürften die Gemeinsamkeiten sich erschöpft haben. Der „alte“ Combi war in einer ungemütlichen Achtzigerjahre-Halle untergebracht, am Ende vom Vermieter sichtbar vernachlässigt. Mittlerweile ist der Bau abgerissen, zwei Bersenbrücker Investoren hegen Neubaupläne, die nicht ganz unumstritten sind.

Und der neue Markt will Einkauf zum Erlebnis machen mit Konzepten, die die Bünting-Gruppe großenteils selbst entwickelt hat, berichtet Sprecherin Helen Drieling in Bersenbrück.

Im Kampf gegen die Marktgiganten erneuert Bünting seine Marktketten radikal. Combi wechselt sogar seine Signalfarben Rot, Grün, Blau und Weiß gegen gedecktere und freundlichere Farben.

Aufstrebende Holzbinder geben der Halle in Bersenbrück eine freundliche, lichte Weite. Eine LED-Beleuchtung, auf Regalhöhe heruntergezogen, schafft eine Zwischendecke aus Licht. Wenn die Verkäufer hinter den Theken Wurst oder Käse für den Kunden schneiden, müssen sie ihm nicht mehr den Rücken zudrehen. Das Leitsystem soll nicht nur nüchtern Auskunft geben, wo welche Waren zu finden sind, sondern den Kunden emotional ansprechen. Statt Lautsprecherdurchsagen vermitteln Flachbildschirme an den Wänden die Sonderangebote. Während die Ware an der Kasse übers Band läuft, kann der Kunde auf einem Bildschirm verfolgen, wie die Rechnung sich Posten für Posten aufbaut.

Breite Gänge, auch an den Kassen, mit tiefergelegten Transportbändern und „keine Reckzone mehr“, schmunzelt Helen Drieling: Die Regale sind so niedrig gehalten, dass die Kunden ohne gymnastische Übungen an die Waren herankommen.


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