Landkreis Osnabrück übernimmt Kosten 880000 Euro für Sanierung des Kreismuseums Bersenbrück

Die Sanierung des Kreismuseums Bersenbrück soll knapp 900000 Euro kosten. Foto: Georg GeersDie Sanierung des Kreismuseums Bersenbrück soll knapp 900000 Euro kosten. Foto: Georg Geers

Bersenbrück. Rund 880000 Euro nimmt der Landkreis Osnabrück in die Hand, um das Kreismuseum in Bersenbrück zu sanieren und mit einem neuen Konzept ansprechender zu gestalten. Damit sollen nach Angaben der Kreisverwaltung die Weichen für die Zukunft des Museums gestellt werden.

Landrat Michael Lübbersmann stellte Details der Sanierung jetzt Kreistagsmitgliedern vor. Zur inhaltlichen Ausgestaltung des Museumskonzepts kündigte er einen von der Kreisverwaltung moderierten Prozess unter Beteiligung aller Interessierten vor Ort an, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises.

Das Kreismuseum, das sich im ehemaligen Wirtschaftsgebäude des 1231 gegründeten Zisterzienser-Klosters Bersenbrück befindet, muss von Grund auf saniert werden. Untersuchungen hatten ergeben, dass die Fundamente des dreigeschossigen Gebäudes nicht mehr standsicher sind. Dies gilt insbesondere für die an der Hase gelegenen Bereiche. Darüber hinaus hatte das beauftragte Ingenieurbüro festgestellt, dass sich die Sanierung des Eingangsbereichs nicht rechnet. Deshalb soll dieser Gebäudeteil abgerissen und ein neuer Zugang geschaffen werden.

„Der Zustand der einzelnen Gebäudeteile zwingt uns zum Handeln“, so Lübbersmann. „Jetzt geht es darum, mit den notwendigen Erhaltungsmaßnahmen eine gute Grundlage für das Weiterbestehen des Museums zu schaffen. Es wäre schön, wenn sich alle Interessierten in Sachen regionaler Kunst, Kultur und Heimatgeschichte unter Moderation unseres Kulturbüros an der Erarbeitung eines neuen Konzepts für das Museum beteiligen. Hierzu werden wir in den kommenden Monaten zu entsprechenden Workshops einladen.“

Die notwendigen Haushaltsmittel zur Sanierung der Gebäudeteile sollen im Entwurf des Kreishaushalts für 2015 eingeplant werden. Über den Haushalt wird der Kreistag abschließend im kommenden März entscheiden. Anschließend können dann die Planungen konkretisiert werden.

Landrat Lübbersmann machte auch deutlich, dass er tatkräftiges und finanzielles Engagement auch vor Ort erwarte: „Wenn wir mit dieser Sanierungsmaßnahme die Zukunft des Museums sichern, dann hat der Kreis seine Hausaufgaben gemacht.“

Mit Blick auf die Sicherstellung des Betriebes sind dann die Bersenbrücker gefragt. Aufgabe und Ziel ist es, die Zahl der Besucher und Nutzer deutlich zu erhöhen. Hier können die Vereine, Verbände sowie die Schulen einen wesentlichen Beitrag leisten.“ Das Kreismuseum Bersenbrück, dessen Anfänge bis ins Jahr 1912 zurückgehen, vermittelt mit Dauer- und Sonderausstellungen einen Eindruck vom Alltagsleben der ländlichen Bevölkerung. Hinzu kommen eine historische Scheune sowie eine ehemalige Hausmeisterwohnung, die Platz bieten für eine landwirtschaftliche Gerätesammlung.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN