Sed-Cards für Pferde Innovative Ideen vom Storchenhof am Alfsee

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pm/ms/jp Alfhausen. Seit einem Jahr gibt es auf dem Storchenhof in Alfhausen, nicht weit vom Alfsee, einmal im Quartal Pferdeverkaufstage. Aus Sicht der Betreiberfamilie Janssen hat sich die Idee bewährt, 83 Prozent der angebotenen Pferde im Preissegment von 5000 bis 15000 Euro sind bislang erfolgreich verkauft worden. Nun bietet die Familie einen neuen Service an: Film- und Videoaufnahmen für die Vermarktung von Pferden im Internet.

Familie Janssen organisiert seit fast genau einem Jahr die Storchenhof-Verkaufstage für Sport- und Freizeitpferde. Einmal im Quartal werden in Alfhausen am Alfsee jeweils 15 Pferde in familiärer Atmosphäre zum Kauf angeboten. Die im Jahr 2012 entstandene Idee kann nach erfolgreichem Start im Herbst 2013 somit bereits als etabliert bezeichnet werden. Das günstigste M-Springpferd war dabei „Luzy“ (6700 Euro) und das erfolgreichste Turnierpferd bisher „Dunhill“ (S-Dressur-Sieger). Der weiteste Verkauf ging nach Canada.

Erleichtert berichtet Lena Hildmann-Janssen von den Anfängen der Vermarktung auf dem neu errichteten Hof: „Wir waren uns sicher, dass ein solches Modell im Pferdesport fehlt. Verkaufsveranstaltungen und Auktionen gab es viele, wir wollten auch nicht mit den bisherigen Vermarktungsplätzen konkurrieren, uns schwebte eher eine sinnvolle Ergänzung vor. Unser Ziel war es, Interessenten eine ruhige, familiäre Atmosphäre zu bieten und das in Verbindung zu einer fachkundigen Beratung! Der Slogan ,gut, fair und familiär‘ sollte unsere Verkaufsveranstaltungen kennzeichnen“. Zu den Kunden zählten immer wieder Freizeitreiter, deren Ansprüche ein optisch ansprechender und kopffester Partner sei. In diesem Bereich fehlte es bisher aber immer an den passenden Verkäufern und der Location. „Das sollte sich mit der Erstellung unserer kleinen, aber feinen Reitanlage ändern!“, so Lena Hildmann-Janssen.

Auch der Wunsch, ein Pferd im Gelände auszuprobieren, um die Reflexe dort einschätzen zu können, hätte Priorität gehabt, so Dirk Janssen dazu: „Jeder zweite Kunde probiert bei uns die Pferde nicht nur in der Halle aus.“ Dieser Punkt werde häufig unterschätzt.

Pauschalpreis

Fast zwei Wochen stehen die Pferde – vorher sorgfältig durch das Ehepaar ausgesucht – auf dem Storchenhof. Im Verkaufsfall wird eine Provisionszahlung in Höhe von zehn Prozent vom Verkaufspreis fällig. Für den Beritt, die Versorgung und die Bewerbung wird eine Kostenpauschale von 499 Euro berechnet. „Das Ganze lohnt sich für uns nur bei entsprechenden Verkäufen“, so das Paar.

Wichtig ist nach Aussage der beiden natürlich die passende Werbung. Die üblichen Inserate in Fachzeitschriften und auf fachbezogenen Internetseiten sei dabei nur eine Maßnahme zur Absatzförderung. Die Facebookseite „Storchenhof Janssen“ kann innerhalb eines Jahres mehr als 6500 Kontakte aufweisen und täglich werden es mehr. Der Youtube-Kanal ist ebenfalls gut frequentiert. Die Aufrufe der Homepage liegen täglich bei etwa 200.

„Auf unserer Facebookseite sind immer wieder ehemalige Verkaufspferde zu sehen – die Besitzer versorgen uns ständig mit aktuellen News und Fotos. Neue mögliche Kunden werden dadurch natürlich auch neugierig“, so Janssen. Mehrere Pferde konnten nur durch Videos verkauft werden. Wenn diese Pferde dann noch so gut einschlügen wie zum Beispiel das Pferd Dunhill – mittlerweile S-Dressur-Sieger in Amerika –, so drehe sich das Rad.

Sed-Card-Service

Im Durchschnitt braucht das engagierte Paar mit seinem Team 2,3 Kunden bis zum Verkauf. Das ist, nach Meinung der Crew, darauf zurückzuführen, dass im Vorfeld sehr viel abgeklärt wird. Daten und Videos werden verschickt, und ein genaues Abgleichen von Kundenvorstellungen zu den Daten der Pferde reduzieren erfolglose Termine. Wesentliche Aussage haben natürlich die Fotos und Videos der Verkaufspferde. Daher rührt auch eine weitere Geschäftsidee der Storchenhöfler: Ein Sed-Card-Service gibt auch Verkäufern ohne Interesse an den Verkaufstagen eine bessere Möglichkeit der eigenen Vermarktung. Hierzu wird das entsprechende Pferd eine Woche auf dem Storchenhof eingestallt, gepflegt, geritten und fotografiert. Auf Wunsch kann auch ein Video dazu gebucht werden. Dirk Janssen: „Oft fehlen Verkäufern entweder der passende Reiter, die passende Location oder einfach das Equipment zur Erstellen von Fotos und Videos. Wir haben uns dieser Sache angenommen und bieten dieses Paket an.“

Das Ganze ist von recht erheblichem Aufwand. Die Pferde werden passend frisiert, zu den Fotos und Videos eingeflochten, Equipment und Location müssen im tadellosen Zustand sein. „Für uns ist dieses Angebot ein Entgegenkommen für viele Züchter und Besitzer“, ist sich Lena Hildmann-Janssen sicher.

Infos zu den Verkaufstagen oder Sed-Card-Service unter www.storchenhof-janssen.de


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