Energie für digitale Uhr Markt rund um die „dolle Knolle“ in Bersenbrück


rr Bersenbrück. Zum zehnten Mal wurde Bersenbrück am Wochenende zur absoluten „Kar-toffel-Hauptstadt“ in der Region. Die großen Besucherströme an beiden Tagen zeigten einmal mehr das große Interesse rund um die „dolle Knolle“.

Anlässlich des Kartoffelmarktes hatte die Firma Rad und Spiel Reinhold Grewing speziell für kleine Forscher und Entdecker einen ziemlich faszinierenden Experimentierkasten namens „Kartoffeluhr“ ins Sortiment aufgenommen. Mit diesem Experimentierset konnten Kinder herausfinden, wie eine digitale Uhr, nur von Kartoffeln betrieben, ihre Energie bezieht. Neben zwei Kartoffeln waren Kupferdrähte, Zinkdrähte, eine Digitaluhr, zwei Becher und Verbindungsdrähte nötig. Jede Kartoffel funktioniert als „galvanische Zelle“ und gibt durch chemische Reaktionen elek-trischen Strom ab. Die Kartoffelschale dient als Gehäuse für die Batterie. Der Kartoffelsaft dient als „Elektrolyt“, in dem geladene Atome und Moleküle namens „Ionen“ aufgelöst sind und mit der Zeit fließen können. Die gelöste Phosphorsäure darin liefert zudem Wasserstoffionen für die Reaktion.

Als die Initiatoren der Fördergemeinschaft „Aktuelles Bersenbrück“ im Jahr 1996 auf die Idee kamen, im Herbst einen Kartoffelmarkt in der Innenstadt zu veranstalten, hatten sie sicherlich nicht an solch einen bahnbrechenden Erfolg gedacht. Auch bei dieser Auflage zog das alle zwei Jahre stattfindende Event wieder Tausende Besucher aus nah und fern an. Mit der Stadtwette am Samstag und dem Hollandmarkt mit 30 Ständen aus dem Nachbarland bot das Stadtfest weit mehr als nur Kartoffeln.

Viele Vereine und Verbände aus dem Stadtgebiet trugen auch diesmal mit dazu bei, dass durch den „Mix“ aus professionellen Marktbeschickern und Hobbykünstlern der Kartoffelmarkt ein besonderes Flair erhielt. So zeigte unter anderem die Landjugend, wie man eine Erntekrone bindet. Mit zu dem gelungenen Gesamteindruck beigetragen hat auch eine Fülle an Live-Musik-Auftritten und Kunsthandwerkern.

An der Kreuzung Lindenstraße/Bramscher Straße befand sich wieder das Kartoffeldorf. Eine Bühne, die von verschiedenen Buden und Ständen eingerahmt war – und ein Platz in der Mitte, der zum Sitzen, Hören und Stehen einlud. Mit einer mobilen Überdachung und Abgrenzungen aus Stroh entstand so eine ganz besondere Atmosphäre für die Besucher.

Gespannt warteten am Samstag die Besucher auf der Bramscher Straße, ob die Feuerwehr Bersenbrück ihre eingegangene Wette gegen die Fördergemeinschaft Aktuelles Bersenbrück gewinnen würde.

Der Sonntag begann am frühen Vormittag mit dem Hollandmarkt auf der Bramscher Straße. 30 Händler hatten sich mit Produkten aus dem Nachbarland eingefunden. Original holländische Poffertjes, Blumen, Wurst, Käse, Backwaren und vieles mehr wurden angeboten. Begleitet wurden die Marktleute von einer holländischen Marchingband. Zeitgleich zum Hollandmarkt startete auch wieder das Bühnenprogramm auf der Rathausbühne. Neben musikalischen Vorführungen gab es auch unter anderem verschiedene Tanzvorführungen.

Neu waren zum Beispiel auch die Spiralis von Kurt und Marianne Walbers. Die Kartoffeln kommen dabei auf eine Gewindestange, wo sie dann spiralenförmig geschnitten werden. Anschließend werden sie frittiert. Wenn sie dann goldgelb sind, werden sie mit einer von Marianne Walbers kreierten Gewürzmischung oder einer Kartoffelcreme zum Verzehr serviert.