14 Zuhörer Elternbefragung: Leere Stühle bei Infoabend zur IGS Bramsche in Ankum

Von Lena Stangenberg

Wenige Zuhörer, aber eine rege Diskussion: der Infoabend zur IGS Bramsche in Ankum. Foto: Lena StangenbergWenige Zuhörer, aber eine rege Diskussion: der Infoabend zur IGS Bramsche in Ankum. Foto: Lena Stangenberg

Ankum. Die Elternbefragung des Landkreises zur Einrichtung einer IGS Bramsche läuft. Noch bis zum kommenden Freitag können Eltern von Grundschülern per Fragebogen entscheiden, ob sie Interesse an der Errichtung einer weiteren „Nordkreis-IGS“ in Bramsche haben. Parallel dazu bietet der Landkreis Infoveranstaltungen an. Den Auftakt machte Ankum.

Nur 14 Zuhörer begrüßten Kreisrat Matthias Selle und Stefan Zumstrull vom Fachdienst Bildung, Kultur und Sport des Landkreises Osnabrück im B-Gebäude der August-Benninghaus-Schule in Ankum. Gemeinsam informierten sie über die aktuelle Elternbefragung zu einer Mittelstufen-IGS in Bramsche. Im zweiten Teil der Präsentation ging es um die Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Besonderheiten der weiterführenden Schulformen Haupt-, Real-, Oberschule, IGS und Gymnasium. Anschließend konnten die Zuhörer, unter denen sich auch Kommunalpolitiker befinden, Fragen stellen.

Zunächst erläuterte Stefan Zumstrull den Anlass der Elternbefragung. Der Landkreis habe sich im vergangenen Februar dafür entschieden, im Kreis Osnabrück zwei zusätzliche Gesamtschulen errichten zu wollen. Für den Nordkreis sehe man Bramsche als geeigneten Standort an. Mit der Befragung wolle der Landkreis nun ermitteln, ob seitens der Eltern tatsächlich Interesse an einer IGS Bramsche bestehe. Nur wenn sich die Mehrheit der Eltern dafür ausspreche, würde man, so zum Zumstrull, den Antrag bei der Landesschulbehörde stellen.

Warum wählt der Landkreis Bramsche als Standort? Die Begründung: Einerseits sei die Stadt Bramsche aus dem gesamten Nordkreis – auch wegen der Anbindung an die Nordwestbahn – gut zu erreichen. Andererseits könne die IGS im Gebäude der Realschule unterkommen, das direkt neben dem Greselius-Gymnasium liege. Da die Mittelstufen-IGS ohne eigene gymnasiale Oberstufe angedacht sei, könnten Schüler nach Ende der zehnten Klasse die Oberstufe des benachbarten Gymnasiums besuchen.

„Befragt werden derzeit Eltern, deren Kinder die 29 Grundschulen in den Samtgemeinden Artland und Bersenbrück, der Stadt Bramsche und der Gemeinde Wallenhorst besuchen“, informiert Zumstrull. Hierfür seien in den Schulen Fragebögen ausgeteilt worden. Auf diesen können Eltern zwischen zwei Antwortmöglichkeiten wählen: Möchte sie ihr Kind nach der Grundschule entweder an einer möglichen IGS Bramsche oder an einer anderen Schule anmelden? „Natürlich muss Ihr Kind später nicht die Schulform besuchen, für die Sie sich im Fragebogen entscheiden“, betont Zumstrull. Der letzte Abgabetermin sei der 26. September,

„Kann mein Kind auch die IGS in Bramsche besuchen, wenn es eine IGS in Ankum gibt?“, ist eine Nachfrage aus dem Zuhörerraum, die sich auf die Elternbefragung der Samtgemeinde Bersenbrück bezieht, die demnächst das Interesse an einer IGS in Ankum prüfen wird. Auch äußern Eltern ihre Bedenken gegenüber dem Schulweg: Ankum ist nicht an das Netz der Nordwestbahn angeschlossen. Bramsche sei per Zug nur über Bersenbrück zu erreichen. Werden Busse eingesetzt? Bei der Information über die verschiedenen Schultypen wird deutlich, dass zwar die Vorteile einer IGS gegenüber einer Oberschule gesehen werden, nicht aber die einer Oberschule gegenüber einer IGS.