Energieeffiziente Luftdichtigkeit vorhanden Turnhalle in Gehrde hat ersten Test bestanden

Lena Sandeck, Dirk Schlösser und Elke Sommerfeld lassen sich von Klaus Michael die Messergebisse zeigen.Lena Sandeck, Dirk Schlösser und Elke Sommerfeld lassen sich von Klaus Michael die Messergebisse zeigen.

Gehrde. Aktuell wird die neue Turnhalle in Gehrde in Passivhaus-Bauweise errichtet. Mit einem Blower-Door-Test wurde jetzt die energieeffiziente Luftdichtigkeit der Gebäudehülle erfolgreich getestet, nun kann weitergebaut werden.

Die neue Turnhalle in Gehrde wird in moderner Passivhaus-Bauweise errichtet. Diese energiefreundliche Architektur ermöglicht durch umfassende Wärmedämmung günstige Heiz- und Energiekosten. Die Hallenbelüftung findet durch eine Lüftungsanlage statt und nicht durch klassische Fensterbelüftung. Damit dies ohne ungeplanten Luftaustausch und somit ohne Wärmeverluste funktionieren kann, ist die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle dafür eine grundlegende Voraussetzung. Überprüft wird das mit einem Blower-Door-Test, ein Messverfahren zur Bestimmung des Differenzdrucks. Hierzu wird in der ansonsten dichten Gebäudehülle durch einen Ventilator Luft in das Gebäude gedrückt, es entsteht also ein Überdruck. Die dann ermittelten Druckdifferenzen geben Auskunft darüber, ob die Gebäudehülle tatsächlich dicht ist oder ob es womöglich noch undichte Stellen gibt, durch die Luft entweicht.

Im Falle der Gehrder Turnhalle, wo Klaus Michael vom Niedrig-Energie-Institut (NEI) Detmold als Spezialist für Passivhäuser den Blower-Door-Test durchführte, waren die Ergebnisse gut. Das heißt, die erforderlichen Grenzwerte wurden deutlich unterschritten. Dabei war die Spannung bis zur letzten Minute groß, da noch kurz vor dem angesetzten Messtermin einige Fensterscheiben eingesetzt wurden. Die werden zwar später nicht zu öffnen sein, sind aber dennoch wichtig für das Sich-Wohl-fühlen in einem ansonsten fast fensterleeren Gebäude. Mit Spannung erwarteten Architektin Elke Sommerfeld, Bauzeichnerin Lena Sandeck und Bauleiter Dirk Schlösser vom Architekturbüro Hüdepohl und Ferner aus Osnabrück sowie Bauingenieur Jürgen Brockmann vom zuständigen Fachdienst der Samtgemeinde Bersenbrück dann auf die Messergebnisse, die schließlich unter den geforderten Grenzwerten lagen. Ein erfreuliches Ergebnis. Nach dem erfolgreichen Blower-Door-Test kann der Bau der Turnhalle jetzt fortgeführt werden, es können Verbindungen zwischen den einzelnen Bauelementen geschlossen und Anschlüsse gelegt werden. Wenn weiterhin alles so klappt wie geplant, wird die Turnhalle in Gehrde bis Ende des Jahres fertig sein.