Uriges Ambiente „Domschatten“ in Ankum zum Geheimtipp avanciert


to Ankum. Zu einem wahren Geheimtipp hat sich in kurzer Zeit im Herzen Ankums das neue Fachgeschäft „Domschatten“ entwickelt. Seit Mitte Juli bietet dort Marlene Lagemann-Schwietert in den ehemaligen Räumen der Drogerie Eymann in urigem Ambiente ausgefallene Artikel zum Verschenken und attraktive Wohnraumaccessoires an. Ergänzt wird das Sortiment durch Tabakartikel, eine Lotto-Annahmestelle, Zeitschriften, Ankumer Heimatliteratur und – nicht zu vergessen – eine kleine, aber äußerst feine Auswahl an Weinen sowie hochprozentigen Whiskys. Der „Domschatten“ könnte als gutes Beispiel dienen, dass dem Einzelhandel-Schreckgespenst „Ladenleerstand“ durch pfiffige Ideen, Innovation und Mut wirksam Paroli geboten werden kann.

„1848“ – das Jahr, in welchem das Gebäude erstellt wurde – steht in schwarzen Ziffern an der weiß gestrichenen Giebelwand des idyllisch wirkenden Hauses, das Sanitätsrat und Heimatdichter Dr. Alfred Eymann (1861-1925) einst bewohnte.

Durch Zufall sei sie auf die frei werdende Ladenfläche zwischen Restaurant Lucchese und Rathaus gestoßen, berichtet Marlene Lagemann-Schwietert, die zusammen mit Regina Möllmann die gleichnamige Buchhandlung im Unterdorf an der Hauptstraße führt. Rasch war sich die Domschatten-Chefin mit der bisherigen Drogeriebetreiberin Ingeborg Berling, eine Enkelin von Sanitätsrat Alfred Eymann, über die Nachfolgeregelung einig.

Historischer Touch

Für die Umsetzung ihres Projektes „Domschatten“ holte sich Marlene Lagemann-Schwietert professionellen Rat inklusive tatkräftiger Hilfe: Zimmermann Frank Dierker sägte, bohrte und hämmerte, was das Zeug hielt, um der Einrichtung einen ganz speziellen historischen Touch zu geben und Klaus Schnieders, mit seinem Ladengeschäft für Inneneinrichtung quasi Nachbar der Buchhandlung Möllmann, gab wertvolle Tipps für die Innenausstattung samt Sortiment. Last but not least Ralf Renzenbrink: Als Fachmann für irische und schottische Whiskys sowie Weine hat er sich im hinteren Bereich der ehemaligen Drogerie „sein Reich“ geschaffen, urig mit Antiquariat aus vergangenen Jahrzehnten ausgestattet. Als Geheimtipp wird schon jetzt der hauseigene Rotwein „Domschoppen“ gehandelt, ein bekömmlicher Dornfelder. Ab Frühjahr 2015 werden in dem gemütlichen „Reich“ von Ralf Renzenbrink auch Whisky- und Weinverkostungen angeboten. Die Beschreibung „urig“ passt übrigens auch ideal zu den vormals als Parfümerie und Drogerie genutzten Ladenräumen. „Die alte Inneneinrichtung mit den vielen Regalen haben wir komplett entfernt, das hat unheimlich viel Verkaufsfläche gebracht“, berichtet die 41-jährige Ankumerin weiter. Als gediegene Einrichtungsgegenstände haben dank der Vermittlung durch Antikfachmann Klaus Schnieders auch Relikte aus alten Ankumer Geschäften Verwendung gefunden, so der alte Verkaufstresen der Firma Betten Ww. Kuhlmann, eine große Holzkiste für den Eierverkauf mit dem Aufdruck „B. Raming, Ankum“, sowie die bleischwere, historisch-mechanische Ladenkasse von Hutmachers.

Mitbringsel-Ecke

In naher Zukunft wird auch der vordere Bereich, wo die Lotto-Toto-Annahmestelle seit Jahr und Tag untergebracht ist, dem neuen Antik-Ambiente des „Domschatten“ angeglichen. Im vorderen Verkaufsraum gibt es zudem Tabak- und Rauchwaren, Zeitschriften, Heimatliteratur in Form von Büchern, Heften und DVDs sowie Bilder und Kalender mit Ankumer Motiven. Auch Hochprozentige aus Ankum wie „Oberförster“ „Turmtropfen“ und der neu aufgelegte „Olle Ankumer Kloarn“ sind dort zu haben. In der „Mitbringsel-Ecke“ gibt es Ansichtskarten, Aufkleber, Biergläser, Schlüsselanhänger, Krawattennadeln & Co.

Kontakt: Domschatten, Alfred-Eymann-Straße 1, 49577 Ankum, Telefon: 05462/1670, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 13 Uhr.