Maren Krümpelmann übernimmt Gasthaus Dücker – eine Wirtsära endet in Ankum


to Ankum. Für die Gäste fast unbemerkt endete Anfang August eine Ära in der Ankumer Gastronomie. Kurt und Maria Behrens vom Gasthaus Dücker haben nach mehr als vier Jahrzehnten ihre weit über die Grenzen des Ortes bekannte Schank- und Speisewirtschaft an Maren Krümpelmann verpachtet. Die Ankumerin ist aber sowohl dem bisherigen Betreiberehepaar Behrens als auch den vielen Gästen bestens bekannt, denn seit 18 Jahren gehört Maren Krümpelmann zum „Dücker-Team“.

1970 übernahm der damals 22-jährige Kurt Behrens das alteingesessene Gasthaus an der Aslager Straße, zentral in Ankums Ortsmitte gelegen. Zuvor hatte über Jahrzehnte sein Großvater Heinrich Dücker, der Vater seiner Mutter Erika Behrens, geborene Dücker, von 1919 bis 1970 den Betrieb geführt. Mehrfach wurden die Gast- und Schankräume in den vergangenen Jahrzehnten unter der Ägide von Kurt Behrens modernisiert, auf dem Saal – direkt am Ankumer Bach gelegen – haben unzählige Tanz- und Fetenabende, Hochzeiten sowie Vereins- und Familienfeierlichkeiten stattgefunden. Viele Gäste erinnern sich noch an die legendären Rosenmontags- oder Kirmespartys mit bekannten Live-Bands und angesagten DJs.

Die Zeit der „heißen Feten“ unter der gastlichen Regie von Kurt Behrens sind allerdings – wie auch bei anderen gastronomischen Betrieben in der Region – deutlich minimiert worden, ein Hauptaugenmerk wurde stattdessen auf das Restaurant mit seiner ausgezeichneten Küche gelegt. Hier zauberten in den vergangenen Jahrzehnten Behrens Ehefrau Maria im Zusammenspiel mit Thea Ahlisch und den übrigen Helfern des Küchenteams verführerische Genüsse.

„Froh, dass es weitergeht“

Apropos Thea Ahlisch: Maren Krümpelmann ist heilfroh, dass mit der versierten Köchin Thea eine kaum zu ersetzende Fachkraft in der Küche ihre Kochkünste auch weiterhin zur Verfügung stellt, unterstützt von einem weiteren Koch. „Meine ganze Familie hilft mir und unterstützt mich im Service, so gut, wie es geht“, sagt die Mutter von drei Töchtern, und „mein Mann Stefan hat sich das akkurate Bierzapfen angeeignet“, erklärt sie lachend. Mit Maren Krümpelmann hat ihre Familie allerdings auch eine erstklassige Lehrmeisterin gefunden, denn die Neu-Gastronomin hat als Hotelfachfrau alle notwendigen Sachen von der Pike auf gelernt. Ihre Ausbildung absolvierte die gebürtige Wernigeroderin Anfang der 1990er-Jahre quasi gegenüber im Hotel Schmidt, damals geleitet von Hotelier Klaus Schuchardt. Schon als sechsjähriges Mädchen habe sie den Vorsatz gehabt, einmal in der Gastronomie zu arbeiten. Später dann, nach ihrer Ausbildung, träumte sie auch von einem eigenen Lokal. „Ich habe mir aber immer als Ziel gesetzt: Spätestens mit 40 – oder gar nicht!“ So gesehen hat Maren Krümpelmann eine Punktlandung hingelegt, denn gut drei Wochen nach der offiziellen Übernahme konnte sie ihren 40. Geburtstag feiern.

Rundum zufrieden mit der Nachfolgeregelung zeigten sich Maria und Kurt Behrens. „Wir sind sehr froh, dass es mit Maren weitergeht. Wenn irgendwo Not am Mann oder an der Frau ist, helfen wir gerne aus, denn wir sind ja nicht aus der Welt“, so die „Neu-Ruheständler“. Zufrieden zeigte sich auch Ankums Bürgermeister Detert Brummer-Bange: „Für die Gemeinde Ankum als Erholungs- und Fremdenverkehrsort ist eine funktionierende Gastronomie natürlich von ganz großer Bedeutung.“ Anna Havermann und Beate Wilken von der Werbegemeinschaft Freundliches Ankum schlossen sich den guten Wünschen an.