Baubeginn nach Sommerferien Land unterstützt Bürgerradweg Döthen


Eggermühlen. Die Gemeinde Eggermühlen ist der Verwirklichung des Bürgerradweges nach Döthen einen wichtigen Schritt nähergekommen. Das Land Niedersachsen beteiligt sich und übernimmt die Kosten für eine Verlegung der Landesstraße 73 (Bippener Straße) in Döthen. Durch die Entschärfung der Kurve soll dort Platz gewonnen werden für den Radweg. Die gute Nachricht wurde bekannt in einer Sitzung des Eggermühlener Gemeinderates am Donnerstag.

Dort hieß es, das Land gebe einen Zuschuss in Höhe von 86000 Euro für die Fahrbahnverschwenkung in Döthen. Damit würdige es das Engagement des Vereins „Radaktiv“ , der Geld sammelt für den Bau des Radweges. „Wir sind einfach am Ball geblieben, und nun haben wir diese erfreuliche Nachricht erhalten“, freute sich Ulrich Gövert, Schriftführer von „Radaktiv“, über den Bescheid von Wirtschaftsminister Olaf Lies.

Der zweite Vorsitzende Theodor Gärke ergänzte, dass diese Mittel nur fließen würden, weil solch ein Verein überhaupt gegründet worden sei und daher sich die Möglichkeit erst ergeben habe. Die Konstruktion einer Vereinsgründung für ein Bürgerradwegprojekt sei in Niedersachsen einmalig, wie Gärke anfügt. Sie wurde bereits in Nordrhein-Westfalen mit Erfolg erprobt.

Nach einer groben Schätzung sollen sich die Kosten für zwei der drei Abschnitte des Radweges vom Eggermühlener Ortsrand bis zur Gemeindegrenze mit Bippen auf 360000 Euro belaufen. „Wir werden allerdings viel durch Eigenleistung einsparen“, will Gärke die Summe drücken.

Bürgermeister Markus Frerker freute sich ebenfalls über die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel. „Das ist eine große Anerkennung für den Verein“, sagte Frerker. Er unterzeichnete in der Ratssitzung eine Vereinbarung zwischen der Straßenbaubehörde des Landes Niedersachsen und der Gemeinde Eggermühlen und eine Vereinbarung zwischen Gemeinde und „Radaktiv“.

Der Radweg soll sich vom Eggermühlener Ortsausgang Richtung Bippen (Höhe Friedhof) an L73 bis zur Gemeindegrenze erstrecken. Während „Radaktiv“ die beiden äußeren Abschnitte nach Plan baut (geplanter Beginn etwa nach den Sommerferien), übernimmt die Gemeinde den Bau des Mittelteiles in Döthen.

Des Weiteren beschlossen die Ratsmitglieder die Vergabe der ersten Arbeiten für den Bau des neuen Kindergartens an der alten Rentei. So sind Firmen für die Rohbau-, für die Sanitär-, für die Belüftungs-, für die Elektro- und für die Blitzschutzarbeiten gefunden. Lediglich für die Heizungsarbeiten stehe man noch in Verhandlungen, wie Frerker sagte. Somit ergibt sich für die ersten Arbeiten an Kindergarten, Kinderkrippe und Mensa eine Gesamtsumme von etwa 850000 Euro. „Damit sind wir im Rahmen dessen geblieben, was zuvor veranschlagt wurde“, so Frerker weiter. Der Spatenstich für die Bauarbeiten soll am 20. August erfolgen.

Das niedergebrannte Kinder- und Jugendhaus soll wiederaufgebaut werden, sagte Ratsmitglied Paul Kratz (SPD). Der Bau solle nicht mehr kosten als die Summe, die die Gemeinde aus der Brandversicherung erhalten werde. Plus die Zuschüsse, die die Gemeinde gerade in Gesprächen einzuwerben versuche.

Außerdem teilte Frerker mit, dass die Gemeinde sechs Baugrundstücke verkauft habe und drei weitere bereits reserviert seien.


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