Romantik Vokalensemble „Carpe Diem“ in Bersenbrück

Über verdienten Beifall freuten sich Pianist Thomas Reckmann und Hermann-Josef Suelmann (vorn, von links), während sich die übrigen Solisten mit ihren Blumensträußen dezent im Bersenbrücker Vokalensemble „Carpe Diem“ eingeordnet haben. Foto: Siegfried WistubaÜber verdienten Beifall freuten sich Pianist Thomas Reckmann und Hermann-Josef Suelmann (vorn, von links), während sich die übrigen Solisten mit ihren Blumensträußen dezent im Bersenbrücker Vokalensemble „Carpe Diem“ eingeordnet haben. Foto: Siegfried Wistuba

sw Bersenbrück. Hermann-Josef Suelmann hatte das Konzert des Vokalensembles „Carpe Diem“ unter das Thema „Werke der Romantik“ gestellt. Ein Rückblick in die heile Welt vergangener Zeiten als Kontrast zur Gegenwart, die weltweit von Kriegen, Auseinandersetzungen und Disharmonien überlagert wird. Ein herrlicher Anlass, sich den Klängen harmonischer Musik hinzugeben.

Als Hausherr fand der stellvertretende Schulleiter Falk Kuntze anerkennende Worte für den musikalischen Beitrag des Gymnasiums zur Bersenbrücker Kulturlandschaft, die auch über die Stadtgrenzen hinaus wirke.

Die Solisten Elisabeth Dopheide, Sopran, Christian Meyer-Perkhoff, Bariton, und Thomas Reckmann, Klavier, ergänzten das Bersenbrücker Vokalensemble.

Schon die Eröffnung des Konzerts versetzte die Besucher in Stimmung, ließ sie gar die Melodien mitsummen. „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ von Friedrich Silcher verzauberte die Konzertbesucher. „Abschied vom Walde“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und „Der Mond ist aufgegangen“ nach J. A. P. Schulz trug ein optimal disponiertes Vokalensemble vor.

Als ersten Soloauftritt interpretiert Thomas Reckmann aus Osnabrück die „Klavierstücke Opus 118“ von Johannes Brahms. In drei Liedern aus der „Schönen Müllerin“ von Franz Schubert schildert Bariton Christian Meyer-Perkhoff, begleitet von Hermann-Josef Suelmann am Flügel Liebeskummer und Todessehnsucht. Seine kraftvolle warme Baritonstimme traf die Gefühlslage des abgewiesenen Liebenden.

In drei Duetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Robert Schumann und Johannes Brahms präsentierten Elisabeth Dopheide und Christian Meyer-Perkhoff, begleitet von Thomas Reckmann, ihre Perfektion. Obwohl Dopheide mit leichter Indisposition angekündigt wurde, erstrahlte ihre Stimme glockenklar. Danach betrat wieder das Vokalensemble die Bühne, um zwei Lieder von Fanny Mendelssohn-Bartholdy zu interpretieren, unterstützt von Elisabeth Dopheide, Sopran, Nele und Sandra Wagner, Alt und Wienand Hülsmann, Tenor.

Bei den fünf Liedern aus „Dichterliebe“ von Robert Schumann entfaltete Meyer-Perkhoff seine Baritonstimme noch einmal, bevor Thomas Reckmann am Flügel die „Zigeunerlieder Opus 103“ von Johannes Brahms zum Finale des Konzerts eindrucksvoll begleitete. „Carpe Diem“ überzeugte hier durch musikalische Spannung, klangliche Ausgewogenheit und durch spritzige oder melancholische Wiedergabe der Lieder.

Anhaltender Beifall war der Dank für ein hervorragend zusammengestelltes Konzertprogramm, die Leistung der Interpreten und die musikalische Versetzung in eine Zeit, die so anders war als unsere heutige.

Als Zugabe interpretierte Hermann-Josef Suelmann mit „Carpe Diem“ und den Gesangssolisten „Guten Abend, gute Nacht“ von Johannes Brahms. Das passte.


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