Förderverein „Kindgerecht“ Ernährungsführerschein für Ankumer Kochkünstler

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Ökotrophologin Monika Rahimi bereitet mit den Kindern das ,,gesunde Frühstück‘‘ vor.Fotos: Burkhard DrägerÖkotrophologin Monika Rahimi bereitet mit den Kindern das ,,gesunde Frühstück‘‘ vor.Fotos: Burkhard Dräger

bdr Ankum. Seit drei Jahren gibt es das Projekt „Gesunde Ernährung“ an der Grundschule in Ankum . Dabei kann Schulleiter Josef Gäbken alle zwei Wochen, immer freitags, für 125 Euro Obst und Gemüse für die rund 340 Kinder der Grundschule einkaufen. Zur Verfügung gestellt wird diese Summe vom kommunalen Förderverein ,,Kindgerecht“ Ramona Giese organisiert dann zusammen mit einigen Eltern das Portionieren, Verteilen und Herrichten zum Frühstück für die Schülerinnen und Schüler.

Einmal im Jahr kommt für die dritten Klassen das Projekt „Ernährungsführerschein“ dazu. Ein Projekt, das über sechs Wochen läuft und sich an der Aid-Ernährungspyramide orientiert. Diese Ernährungspyramide zeigt durch farblich gekennzeichnete Symbolbausteine an, was und wie viel Kinder täglich essen sollten.

In sechs Doppelstunden lernen die 90 Kinder der vier Klassen, ein leckeres Frühstück und kleine Gerichte fürs Mittag- oder Abendessen zuzubereiten. Die Ökotrophologin Monika Rahimi begleitet diese sechs Doppelstunden und führt die Kinder mit Spaß an die gesunde Ernährung heran.

Aber nicht nur das: auch Hygiene, Tischmanieren, Bewirtung von Gästen, sicherer Umgang mit Messer und Gabel, Zuverlässigkeit beim Arbeiten in der Gruppe und Sauberkeit vor und nach der gemeinsamen Arbeit werden während dieser Stunden von ihr und den mit viel Engagement beteiligten Lehrkräften vermittelt.

Und dann, zum Abschluss, müssen die Kinder das Gelernte noch einmal umsetzen, denn dann dürfen sie jeweils ein Elternteil zu einem ,,gesunden Frühstück“‘ einladen – so als eine Art Abschlussprüfung.

Danach gibt es für jeden den so begehrten ,,Ernährungsführerschein“.

Damit können die Eltern in Zukunft also auf die Hilfe ihres Kindes bauen, wenn es darum geht, Pausenbrote zu schmieren, kalte oder sogar warme Gerichte zuzubereiten, den Tisch zu decken und natürlich auch aufzuräumen. Denn die Dauerhausaufgabe beim Ernährungsführerschein lautet: „Kochen – ohne ein Schlachtfeld zu hinterlassen!‘“


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