Stolze Leistung von Fiat Ducato „Kilometer-Millionär“ kam aus Ankum

Von Gabriele Grund

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Ankum. Nicht nur mit Fisch kennt sich Nicola Overa aus Lohne-Wietmarschen bestens auch. Sein Kleintransporter, ein Fiat Ducato aus Ankum, war elf Jahre lang ein treuer Begleiter, der ihn nie im Stich ließ. Die ganz selten erreichte Laufleistung von stolzen 1000 000 Kilometern legte der Italiener in den vergangenen Jahren mit dem Fahrzeug zurück. Jetzt war es Zeit für einen neuen Ducato.

Wie schon beim Kauf des alten „Kilometer-Millionärs“ entschied sich Nicola Overa bei der Neuanschaffung wieder für das Autohaus Berling in Ankum. Italiener pflegen Traditionen – und natürlich die Liebe zu Autos aus ihrem Heimatland. Der quirlige Fisch-Händler aus dem Emsland hat seit vielen Jahren Beziehungen zu Ankumer Unternehmen und beliefert auch dort Restaurants mit Frischfisch. Wöchentlich besucht er mit seinem Lieferwagen die Fischbörsen in Bremerhaven und Amsterdam, um sich dort mit frischen Meeresdelikatessen einzudecken.

Schnell kommen so gute 2000 Kilometer in der Woche zusammen, so der Wahlemsländer. Mindestens 600 Tonnen Fisch habe er mit dem Fahrzeug in elf Jahren transportiert. Zwischendurch geht es dann immer mal wieder auf die Insel Norderney, wo Overa an der Hafenstraße das Restaurant „Fischspektakel“ betreibt.

Eine Laufleistung eines Ducatos von einer Million Kilometer, das war auch dem Ehepaar Heiner und Gudrun Berling während seiner beruflichen Laufbahn noch nicht untergekommen.

Mit seinem Fahrzeug habe er während der ganzen Jahre nie Probleme gehabt, so Overa. Regelmäßige Inspektionen und guter Service, sei bei einem Kilometeraufkommen, wie er es beruflich jede Woche an den Tag lege, natürlich selbstverständlich.

Schon ein wenig gespannt sei er gewesen, so Overa, als sich schließlich auf dem Tacho neun Neunen nebeneinander gereiht hätten. Was sich aber dann zeigte, damit hatte er nicht gerechnet. Wenn der Tacho „einmal rum ist“, da war sich auch Heiner Berling eigentlich sicher, dann geht`s bei 000.001 wieder los. Aber Fehlanzeige, es zeigten sich lediglich sechs waagerechte Linien. Mit dem Kilometerzählen war es vorbei.

Eine solche Laufleistung schienen selbst die kühnsten Fiat-Konstrukteure nicht kalkuliert zu haben. Bei der Übergabe eines neuen Ducato , der wie auch der Vorgänger, mit einer Kühlanlage ausgestattet wieder für den Fischtransport ausgerüstet wurde, wünschten Heiner und Gudrun Berling dem italienischen Geschäftsmann mindestens genauso viele Kilometer.

Übrigens: Der für Nicola Overa ausgediente Ducato wurde nicht etwa ausgemustert. Verkauft hat er ihn nach Bosnien, wo er auch heute noch immer Transportdienste verrichtet. Unverwüstlich – dieses Fahrzeug.


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