Todeszone Schleppenburg? Alfhausen: Mit Plakaten für eine sichere B 68

Von Lena Stangenberg

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Gemeinsam gegen weitere Unfälle auf der Bundesstraße 68: Große und kleine Bewohner der Schleppenburgsiedlung fordern ein Überholverbot und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Bundesstraße südlich von Alfhausen (Thiener Feld).Foto: Lena StangenbergGemeinsam gegen weitere Unfälle auf der Bundesstraße 68: Große und kleine Bewohner der Schleppenburgsiedlung fordern ein Überholverbot und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Bundesstraße südlich von Alfhausen (Thiener Feld).Foto: Lena Stangenberg

Alfhausen. „Was spricht denn gegen ein Tempolimit und ein Überholverbot?“, fragen sich die Bewohner der Schleppenburgsiedlung. Der tödliche Unfall auf der B 68 im Sommer fand beinahe vor ihrer eigenen Haustür statt. Transparente an der Bundesstraße zeigen jetzt ihre Forderungen.

Wie das „Bersenbrücker Kreisblatt“ berichtete, ist im vergangenen August eine 18-Jährige nach einem Verkehrsunfall auf der B 68 südlich von Alfhausen gestorben. Ein entgegenkommender Autofahrer hatte in einer Kurve zum Überholen angesetzt und war frontal mit dem Pkw der jungen Frau zusammengestoßen.

Gefährliche Überholmanöver und damit verbundene Auffahrunfälle seien auf dem Streckenabschnitt zwischen Alfhausen und Hesepe keine Seltenheit, sagen die Bewohner der Schleppenburgsiedlung. Große Gefahr bestehe vor allen Dingen dann, wenn Pkw, aus Richtung Alfhausen kommend, links in die Siedlung oder die anderen Straßen abbiegen.

„Sobald Linksabbieger langsamer werden, setzen die nachfolgenden Autos zum Überholen an, sehen aber die entgegenkommenden Pkw nicht“, erklärt Anwohnerin Silke zur Lage das Problem. Ein Tempolimit und ein Überholverbot müssten deshalb her. Nach dem tödlichen Unfall wurden die Anwohner aktiv, haben in der Bevölkerung etwa tausend Unterschriften gesammelt, die ihre Forderungen unterstützen. Seit dem vergangenen Wochenende hängen nun auf beiden Fahrbahnseiten nahe des Unfallortes rote Transparente, gesponsert von der Druckerei Kuper aus Alfhausen.

Das niedersächsische Straßenbauamt lässt die Bundesstraße von Hesepe bis zum Woltruper Kreisel demnächst auf Sicherheit überprüfen. Mit den Transparenten möchten die Anwohner deutlich machen, dass sie geschlossen zu ihrer Forderung stehen.

Besonders sorgen sich die Alfhauser um ihre Kinder. Viele Familien wohnen in der Siedlung. Genau in der Kurve, wo im August der tödliche Unfall passierte, sind auf beiden Seiten Bushaltestellen, an denen auch Schulbusse halten.


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