Beamte schildern ihre Arbeit Bersenbrück: So jagt die Polizei Einbrecher

Von Liesel Hoevermann

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Ermitteln im Bersenbrücker Polizeikommissariat bei Einbruch und Diebstahl: Martin Portala, Marie Moormann, Bernhard Fasthoff, Ines Kalvelage und Karl Middeke Foto: Liesel HoevermannErmitteln im Bersenbrücker Polizeikommissariat bei Einbruch und Diebstahl: Martin Portala, Marie Moormann, Bernhard Fasthoff, Ines Kalvelage und Karl Middeke Foto: Liesel Hoevermann

Bersenbrück. Einbruch in einer Firma, Diebe kamen durch die Terrassentür, Werkzeuge vom Bauernhof gestohlen. Schlagzeilen, die man immer wieder in der Zeitung liest. Wie sicher sind Bürger vor Einbrechern? Was kann man tun, um sich und sein Eigentum besser zu schützen? Was leistet die Polizei?

Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit wächst die Gefahr von Einbruchdiebstählen. Während die meisten Menschen die zusätzliche Stunde bei der Zeitumstellung am Sonntag, 27. Oktober, zum Ausschlafen nutzen, freuen sich potenzielle Diebe auf ihre aktive Zeit im Jahr.

Fest steht, dass es kaum etwas gibt, das für potenzielle Einbrecher nicht von Interesse ist. Geld, Schmuck, Edelmetalle im Privathaushalt, Maschinen, Werkzeuge, Diesel auf ländlichen Betrieben und Firmengeländen. Fest steht auch, dass Menschen, die von Einbrechern heimgesucht wurden, danach häufig große Schwierigkeiten haben, sich in ihren eigenen vier Wänden wieder sicher zu fühlen.

„Die psychischen Folgen können dabei langfristig größer sein als der erlittene wirtschaftliche Verlust eines Diebstahls“, weiß Polizist Bernhard Fasthoff aus Erfahrung. Er ist als Erster am Tatort nach einem Einbruch. „Wir nehmen den Tathergang auf und machen Fotos, sprechen mit möglichen Zeugen“, schildert seine Kollegin Ines Kalvelage den Ablauf.

„Dann folgt die Suche nach sichtbaren und unsichtbaren Spuren, Schuhabdrücken, DNA-Spuren und so weiter“, erklärt Kriminaltechniker Karl Middeke das weitere Vorgehen. „Die Ergebnisse der Spurensicherung und die des Einsatzdienstes landen auf unseren Schreibtischen, und wir recherchieren dann weiter“, beschreibt Martin Portala, zuständig für Einbruchdiebstähle, die nächsten Schritte.

„Häufig besuchen wir auch noch mal den Tatort, um uns ein besseres Bild zu machen, und sprechen mit den Betroffenen“, ergänzt seine Kollegin Marie Moormann.

Die Kommissariate arbeiten auch bei Ermittlungen und Präventionsmaßnahmen eng zusammen, versichern die beiden Polizeichefs Andreas Obst und Ann Oldiges.

Was können Privatleute, Geschäftsinhaber und Landwirte tun, um sich vor Einbrüchen möglichst gut zu schützen? Wie kann man Autodiebstähle verhindern? Welche Maßnahmen und Signale schrecken potenzielle Einbrecher ab oder hindern sie an ihren miesen Absichten? Wozu rät die Polizei? Wo hilft die Kommune? Was können Handwerksbetriebe zum sicheren Wohnen beitragen? Wie wichtig sind aufmerksame Nachbarn?

Fest steht: Je wirkungsvoller und umfassender vorbeugende Maßnahmen gegen Einbruch und Diebstahl sind, umso schwerer haben es die Täter, die im günstigsten Fall ihr Vorhaben ganz aufgeben.

Weitere Informationen gibt es auch unter www.nicht-bei-mir.de .


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