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Müssen Tausende umsteigen?

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Ankunft am Bersenbrücker Bahnhof: In übervollen Zügen reisen die Fans der Reggae Jam zum Festival an. Foto: Archiv/RehkampAnkunft am Bersenbrücker Bahnhof: In übervollen Zügen reisen die Fans der Reggae Jam zum Festival an. Foto: Archiv/Rehkamp

ms Bersenbrück. Ausgerechnet zur Bersenbrücker Reggae Jam sperrt die Deutsche Bahn die Verbindung von Osnabrück nach Bersenbrück für wichtige Gleisbauarbeiten. Tausende von Festivalbesuchern werden wohl in Bramsche in den Bus umsteigen müssen.

Bersenbrücker lieben dieses Bild: Übervolle Züge rollen in ihren Bahnhof ein, zu Hunderten pilgert ein buntes Völkchen mit Sack und Pack – sprich mit Campingausrüstung für mehrere Tage – zum Klostergarten und zur quadratkilometergroßen Zeltstadt an der Hase.

Die Anreise setzt um die Wochenmitte vor dem Festival ein, die Abreise zieht sich bis in die Wochenmitte danach hin. Osnabrücker nutzen die schnelle Verbindung und die günstigen Tarife für einen Tagestrip. Die Nordwestbahn hängt zusätzliche Waggons an ihre Züge, um den Bedarf zu decken.

Doch diesmal wird alles anders sein. Europas beliebtestes Festival für Reggae-Musik findet vom 30. Juli bis zum 1. August statt. Vom 23. Juli bis zum 3. August aber erneuert die Deutsche Bahn 7,3 Kilometer Bahngleise zwischen Hesepe und Alfhausen. 3,5 Millionen Euro lasse sie sich die dringend notwendige Maßnahme kosten, teilt DB-Regionalsprecher Egbert Meyer-Lovis mit. Für die Kompletterneuerung werde auch eine Gleisverlegemaschine eingesetzt. Diese Maschine sei ausgebucht, und deswegen könnten die Arbeiten nicht kurzfristig verschoben werden, bedauert er. Im Übrigen sei die Nordwestbahn, die die Züge auf dieser Strecke betreibe, an der Terminplanung beteiligt gewesen.

Optimale Termine gebe es für solche Arbeiten nun einmal nicht, bedauert Ramona Hagemann von der Nordwestbahn. Hätte man sie zum Beispiel auf Anfang August verschoben, dann hätten Fans des Stoppelmarkts in Vechta das Nachsehen gehabt. Deren Sonderzüge führen von Osnabrück bis Hesepe auf dem gleichen Gleis.

Wer aus Richtung Oldenburg zur Reggae Jam anreise, könne bis Bersenbrück durchfahren. Durchreisende müssten zwischen Bersenbrück und Bramsche auf Ersatzbusse umsteigen. Außerdem stehe die Nordwestbahn in ständiger Verbindung mit Hermann Loxterkamp vom Ordnungsamt der Samtgemeinde Bersenbrück.

Loxterkamp ist als „Troubleshooter“ bekannt, besonders rund um die Reggae Jam, wo er Tag und Nacht im Einsatz ist. Sollten also mehr Busse gebraucht werden – Anruf genügt.


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