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Erst entspannen und dann ... Wie Schüler aus dem Nordkreis den Hausaufgaben-Alltag bewältigen

Von Cristina Schwietert

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Altkreis Bersenbrück. Wie sehen jüngere Schüler selbst ihre schulische Belastung? Relativ gelassen, wie die fünf folgenden Interviews zeigen.

Sabrina Lüken ist zwölf Jahre alt und besucht die 7. Klasse des Gymnasiums Bersenbrück. Sie wohnt in Kettenkamp. Sabrina hat 32 Stunden in der Woche. Sie nimmt nicht an einer AG in der Schule teil. Einmal in der Woche macht sie Sport im Verein. Ihr Statement: „Wenn ich von der Schule komme, esse ich zuerst zu Mittag. Dann mache ich ungefähr eine halbe Stunde was anderes und fange dann mit den Hausaufgaben an, in meinem Zimmer. Das dauert bei mir zwischen 45 Minuten und einer Stunde. Ich habe kein bestimmtes System dabei, sondern arbeite die einfach der Reihe nach ab, so wie ich sie ins Hausaufgabenheft geschrieben habe. Ab dem späteren Nachmittag tue ich dann nichts mehr für die Schule. Die Menge der Hausaufgaben ist für mich okay. Vor den Arbeiten muss ich natürlich noch mal extra üben, aber es geht. Manche Lehrer sagen uns, die Hausaufgaben seien dafür da, das aufzuarbeiten, was sie in der Stunde nicht geschafft haben. Nur Doppelstunden zu haben fände ich nicht so toll, weil der Wechsel nach 45 Minuten Unterricht interessanter ist. Ich gehe gerne zu Schule.“

Hendrik Veerkamp ist zehn Jahre alt. Er besucht die 4. Klasse der Keding-Grundschule in Kettenkamp. Sein Statement: „Ich mache meine Hausaufgaben immer direkt nach der Schule im Wohnzimmer am großen Tisch. Zwischendurch esse ich zu Mittag und mache danach den Rest. Das dauert ungefähr eine halbe Stunde, wenn ich nicht gerade einen Aufsatz schreiben muss – dann wird das bei mir schon länger. Aber es hält sich alles in Grenzen. Abends kann ich nicht so gut lernen, weil ich mich nicht mehr so gut konzentrieren kann. Dann muss ich aber manchmal mit Papa für die Mathearbeiten üben.“

Tim Kitte ist zwölf Jahre alt und wohnt in Nortrup. Er besucht die 7. Klasse des Artland-Gymnasiums in Quakenbrück. Er hat eine einstündige AG in der Woche und somit 33 Wochenstunden. Tim geht jeden Nachmittag zum Training (Fuß- und Handball). Sein Statement: „Wenn ich von der Schule nach Hause komme, esse ich und gucke erst einmal ein bisschen Fernsehen. Dabei kann ich gut abschalten. Meine Hausaufgaben mache ich normalerweise danach. Ganz manchmal mache ich die Hausaufgaben auch abends vor dem Zubettgehen – ich spiele nämlich Fußball und Handball und habe vier- bis fünfmal in der Woche Training. Die Hausaufgaben dauern ungefähr 30 Minuten. Damit komme ich in der Schule gut klar. Eine Belastung sind sie nicht. Wir haben nur Doppelstunden in der Schule. Das finde ich ganz gut, weil wir nicht so viel rumschleppen müssen und nicht so viele Hausaufgaben aufbekommen.“

Anna Schlüwe ist sechs Jahre alt. Seit dem Sommer besucht sie die erste Klasse der Keding-Grundschule in Kettenkamp. Ihr Statement: „Ich mache die Hausaufgaben immer nach dem Essen im Wohnzimmer. Dann macht mein kleiner Bruder nämlich seinen Mittagsschlaf und stört mich nicht. Ich brauche ungefähr 20 Minuten dafür, sagt Mama. Dann kann ich spielen gehen und hab frei. Mama sagt zu den Hausaufgaben immer: „Die zieht man durch, und dann ist man davon ab“. Ich mache gerne meine Hausaufgaben und kriege auch oft Smilies von der Lehrerin.“

Erik Viere, zwölf Jahre, wohnt in Kettenkamp. Er besucht die 7. Klasse des Gymnasiums in Handrup. Er hat 33 Pflichtwochenstunden (inclusive der dritten Fremdsprache oder Rhetorik). An seiner Schule hat er keine AG belegt. Erik spielt Tennis und hat zweimal in der Woche Musikunterricht. Sein Statement: „Ich mache meine Hausaufgaben immer direkt nach dem Mittagessen, wenn ich nachmittags Schule habe, dann eben später. Für die reinen Hausaufgaben brauche ich 20 bis 30 Minuten. Das ist okay für mich – damit komme ich in der Schule ganz gut hin. Vokabeln lernen oder für Arbeiten üben, das geht dann noch mal auf ein Extra-Konto. Wir haben viele Doppelstunden. Das ist ganz gut, weil ich dann nicht so viele Bücher schleppen muss, aber donnerstags ist das immer anstrengend, da haben wir in drei Hauptfächern eine Doppelstunde. Das finde ich nicht so gut. Aber im Großen und Ganzen gehe ich gerne zur Schule.“


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