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Johannes Koop Stellvertreter Baier nun auch Bersenbrücker Stadtdirektor

Von Martin Schmitz

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              <em>Lothar Böse</em> (sitzend) darf schon mal den Ruhestand ausprobieren. Dr. Horst Baier (2. von links) wurde Bersenbrücks Stadtdirektor mit Johannes Koop (links) in Böses Nachfolge als Stellvertreter. Bürgermeister Harald Kräuter (rechts) gratuliert. <Cust strParam="FH">Foto: Martin Schmitz</Cust></p>

Lothar Böse (sitzend) darf schon mal den Ruhestand ausprobieren. Dr. Horst Baier (2. von links) wurde Bersenbrücks Stadtdirektor mit Johannes Koop (links) in Böses Nachfolge als Stellvertreter. Bürgermeister Harald Kräuter (rechts) gratuliert. Foto: Martin Schmitz

Bersenbrück. Der Bersenbrücker Stadtrat berief Samtgemeindebürgermeister Dr. Horst Baier zum nebenamtlichen Stadtdirektor und Johannes Koop zu seinem Stellvertreter. Die Überraschung dieser Stadtratssitung war Lothar Böse.

Auch über seine Pensionierung als Samtgemeindekämmerer zum 1. Juli hinaus soll er seine Erfahrung einbringen und die Grundstücksgeschäfte der Stadt managen, beschloss der Stadtrat und erhöhte ihm dafür den Etatposten im Haushalt um eine halbe Million auf 1,5 Millionen Euro.

„Wir hätten uns einen anderen Stadtdirektor gewünscht“, sagte CDU-Fraktionssprecher Gerd Uphoff. Die CDU war mit Johannes Koop als Kandidat in den Wahlkampf um das Bürgermeisteramt der Samtgemeinde Bersenbrück gezogen, der Horst Baier unterlag. Aber man habe viele Gemeinsamkeiten mit dem neuen Samtgemeindebürgermeister entdeckt und wolle „im Interesse der Sache“ mit ihm zusammenarbeiten.

Drei CDU-Mitglieder enthielten sich in der Abstimmung der Stimme. Umgekehrt enthielt sich die vierköpfige Grünen-Fraktion in der Abstimmung über Koop als Stellvertreter. Man habe „Bauchschmerzen“ mit ihm, sagte Elisabeth Middelschulte.

Baier plädierte dafür, die Differenzen des Wahlkampfes hinter sich zu lassen. „Ich werde mich für die Stadt einsetzen und fraktions- und parteiübergreifend mit allen zusammenarbeiten“, kündigte er an. Auch Johannes Koop sagte, er freue sich auf die Zusammenarbeit.

Bürgermeister Harald Kräuter (CDU) verabschiedete Böse als Koops Vorgänger mit spürbarer Rührung als langjährigen Weggefährten, der Samtgemeinde und Stadt treu gedient und sie vorangebracht habe.

Böse reagierte mit altersweisem Humor. Bei der Abstimmung über seine Berufung zum Vizestadtdirektor habe es drei Gegenstimmen gegeben, „und die kamen von der CDU“, seiner politischen Heimat. Trotzdem habe sich eine vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit entwickelt. Böse riet zu Sachlichkeit und Versöhnung: „Wozu sind wir da? Um die Stadt voranzubringen.“ Und wie? Dazu zitierte Böse einen Sozialdemokraten. Garrelt Duin war es, der gesagt hatte, wer Wohlstand schaffen oder erhalten wolle, der müsse „Gewerbe und Industrie pflegen“.


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