„Zucht ist nicht alles“ Ministerin Otte-Kinast verleiht Staatsehrenpreis an Familie Meyer in Kettenkamp

Von Anita Lennartz

Für Verdienste in der Rinderzucht zeichnete Barbara Otte-Kinast Familie Meyer in Kettenkamp mit dem niedersächischen Staatsehrenpreis Tierzucht aus. Auf einem Rundgang zeigte Hartwig Meyer (links) der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin seinen Betrieb. Foto: Anita LennartzFür Verdienste in der Rinderzucht zeichnete Barbara Otte-Kinast Familie Meyer in Kettenkamp mit dem niedersächischen Staatsehrenpreis Tierzucht aus. Auf einem Rundgang zeigte Hartwig Meyer (links) der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin seinen Betrieb. Foto: Anita Lennartz

Kettenkamp. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat en niedersächsischen Staatsehrenpreis für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Rinderzucht an Familie Hartwig Meyer aus Kettenkamp verliehen. Der Milchviehbetrieb ist auf die Holstein-Zucht spezialisiert.

„Ich habe mir nichts aufgeschrieben, dann kann ich auch nichts vergessen“, so  Hartwig Meyer vor Beginn der Preisverleihung. Souverän begrüßte er zahlreiche Gäste aus Politik und Landwirtschaft und stellte den Familienbetrieb vor.  „Schon am ersten Tag hat er eine Wand rausgehauen, mehr frische Luft für die Kühe“, unterbrach ihn seine Frau Mechthild. Das aber nicht ohne Unterstützung durch Familie und Mitarbeiter, stellte Hartwig Meyer heraus. 

Einem Rundgang über den Hof nutzte Hartwig Meyer, Ministerin und Vertreter Landwirtschaftskammer direkt  anzusprechen. Etwa auf eine Smartphone-App, die  ihm ermöglicht, seine Tiere 24 Stunden am Tag zu überwachen. „Solche Lösungen sollten meiner Meinung nach finanziell gefördert werden, damit alle landwirtschaftlichen Betriebe sie nutzen.“

Hartwig Meyer begrüßte gemeinsam mit seiner Frau Mechthild und den Söhnen Jannis, Lennart und Lukas die Gäste. Foto: Anita Lennartz

Auf der „Feier-Diele“ war alles für eine Kaffeetafel vorbereitet. „Aber wir sind ja nicht nur zum Kaffeetrinken hier“, leitete Otte-Kinast die Preisübergabe ein. Seit fünf Generationen sei die erfolgreiche Rinderzucht in der Familie Meyer fest verankert. Auch auf nationale und internationale Erfolge des Zuchtbetriebs ging sie ein.

„Dennoch ist Zucht nicht alles“, kam sie auf Kuhkomfort, Fütterung und Management zu sprechen. „Züchterische Geschick, ein ausgezeichneter Blick für Tiere und ein wohldurchdachtes Management“, all dies habe zum Erfolg von Familie Meyer beigetragen. Auch dazu, dass mit der Milchleistung von heute knapp 13.000 kg fast eine Verdopplung der Leistung aus dem Jahr 1985 erzielt worden sei. „Und das ohne Einbußen bei der Gesundheit der Tiere“, stellt Ministerin Otte-Kinast noch einmal deutlich heraus.

Die Holsteinzucht sei eine Herzensangelegenheit für Familie Meyer und der „Betrieb Meyer ist ein Vorbild und Ansporn für Züchter".

Hermann Hermeling, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zeigte sich wie Ministerin Otte-Kinast begeistert von dem Betrieb und die Präsentation der Tiere. „Ihnen wurde die Leidenschaft für die Rinderzucht quasi schon in die Wiege gelegt“, ging auch Hermeling auf den Werdegang des Hofes und von Familie Meyer ein. Das gute Miteinander von mehreren Generationen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb trage maßgeblich zu der erfolgreichen Arbeit bei. Ebenso wie die Tatsache, dass der Betrieb seit 2004 ausbilde und jungen Landwirten die Möglichkeit biete, auf einem engagierten und erfolgreichen Zuchtbetrieb das Ein-mal-Eins der Holsteinzucht vermittelt zu bekommen.

Auch Hajo Leyschulte, Vorstandsvorsitzender Osnabrücker Herdbuch eG (OHG) nutzte die Chance, dem Betrieb Meyer zu gratulieren und Dank und Anerkennung auszusprechen. „Grundlage allen züchterischen Erfolgs ist Wirtschaftlichkeit und Kuhkomfort“, stellte er noch einmal fest. Das führe zu hohen Leistungen und er freue sich, mit dem Betrieb Meyer einen so tollen Betrieb in der Region zu haben.


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