Partnerschaft mit La Meignanne Franzosen zum Berufspraktikum in Alfhausen

Von Franz Buitmann

Zum Berufspraktikum kamen 18 junge Franzosen nach Alfhausen. Foto: Franz BuitmannZum Berufspraktikum kamen 18 junge Franzosen nach Alfhausen. Foto: Franz Buitmann
Franz Buitmann

Alfhausen. 18 junge Franzosen, die in Alfhausens Partnerstadt La Meignanne eine Schule besuchen, machen ein Berufspraktikum im Altkreis Bersenbrück.

Sie wollen Altenpfleger werden, Krankenpfleger, Erzieher oder Behindertenhelfer. Die Hälfte fanden ihren Praktikumsplatz im Alfseedorf  im Altenpflegeheim St. Antonius-Stift, dne kindergärten Johanna und  St. Hedwig und in der Physiotherapiepraxis Herlyn. Andere sind Neuenkirchen-Vörden (Kita Sonnenschein, Heimstatt Clemens August), Bramsche (Pflegeheim St. Martinus) und Ankum (Kindergärten Im Dorfe und St. Nikolaus). Untergebracht sind  in einem  Apartmenthaus am Alfsee, sie versorgen sich dort selbst.  Die  Sozialassistentin Sandra Leray,  Englischlehrerin Valerie Dutertre und  Schulleiter Oliver Guerin begleiten die Gruppe.

Alfhausens Bürgermeisterin Agnes Droste hatte  die Gäste ins Gemeindebüro eingeladen. Interesse am ungewöhnlichen Alfhausener Austauschprogramm zeigte dort auch Michael Wernke, CDU-Kandidat für das Samtgemeindebürgermeisteramt. Christoph Große Rechtien als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins sowie Andrea Wehlage als Kassiererin gaben bereitwillig Auskunft, Lena Wehlage stand als Übersetzerin zur Verfügung. Sie berichteten, dass im Frühjahr auch immer wieder junge Landwirte von Theresia Brickwedde  in Praktika vermittelt würden.

Bürgermeisterin Droste erinnerte an die französische Sängerin Barbara, als jüdisches Kind vom Nazi-Regime verfolgt, die in den Sechzigerjahren mit ihrem Chanson „Göttingen“ viel zur Völkerverständigung der  verfeindeten Nationen beigetragen hatte. Droste erklärte, sie hoffe, dass die Jugendlichen am Ende ihres Aufenthaltes in Deutschland mit gleichen positiven Gefühlen heimkehren wie einst Barbara aus Göttingen.

Bei Kaffee, Tee und Plätzchen erzählten die jungen Leute von ersten Eindrücken. Dass zum Beispiel die Sicherheitsstandards in deutschen Kindergärten laxer seien als in Frankreich. In Frankreich sei undenkbar, nge Kinder allein mit einer Schere umgehe. Ausdrücklich bedanken sich die Gäste  für  die Freundlichkeit, mit der sie überall aufgenommen wurden. In Frankreich sei man Fremden gegenüber nicht immer so offen, gaben sie zu.

Für die  Praktikanten haben die Organisatoren ein  Programm ausgearbeitet mit Kultur, Sport und einem Besuch des Konzentrationslagers Esterwegen. Ein Besuch in der Hansestadt Bremen den Schüler und ihrer Schulassistentin Sandra Leray besonders gefallen. Man freue sich schon sehr auf den Besuch des Osnabrücker Weihnachtsmarktes.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN