Tonstudio St. Hedwig Kindergarten in Alfhausen nimmt CD auf

Von Margarete Hartbecke

Die Kita St. Hedwig in Alfhausen hat ihre eigene CD mit Kindelerliedern eingespielt. Sabrina Schadwinkel und Svenja Barlage (oben, Zweite und Dritte von links) vom Förderverein der Kita machten mit.
  Foto: Margarete HartbeckeDie Kita St. Hedwig in Alfhausen hat ihre eigene CD mit Kindelerliedern eingespielt. Sabrina Schadwinkel und Svenja Barlage (oben, Zweite und Dritte von links) vom Förderverein der Kita machten mit. Foto: Margarete Hartbecke
Margarete Hartbecke

Alfhausen. Dass in der Kindertagesstätte St. Hedwig gesungen wird, ist selbstverständlich. Nun können die Kinder sich ihre Lieder auch auf CD anhören.

 Fachkundig unterstützt wurde die Kita bei dieser Produktion durch das Unternehmen Minimusiker aus Münster. Das ist eine Gruppe ausgebildeter Musikpädagogen, die mit Gitarre und einem mobilen Tonstudio Kitas und Grundschulen besuchen und mit ihrem musikalischen, technischen und pädagogischen Wissen helfen, gute CDs zu produzieren.

 Der Förderverein der Kindertagesstätte hatte den Hinweis auf die Minimusiker gegeben. Und er hätte auch die Kosten übernommen, wenn die Erlöse aus den verkauften CDs nicht hoch genug gewesen wären. „Im Vorfeld sind schon so viele Bestellungen von den Eltern eingegangen, dass der Förderverein kein Geld zuschießen muss“, konnte Leiterin Ursula Lüschen vor der Liederaufnahme verkünden.  

Immer mal wieder darf ein Kind die Aufnahme über Kopfhörer anhören. Foto: Margarete Hartbecke

Vom Team Osnabrück der Minimusiker kam Jakob Lübke mit Laptop und zwei großen Mikrofonen zur Aufnahme nach Alfhausen. Lübke ist Musikpädagoge und weiß, wie er die Kinder ansprechen und lenken muss, damit gute Musikträger entstehen.

 Er stellt sich der ersten Gruppe vor, das sind die Krippenkinder und einige ältere. Er fragt, ob sie toll singen können. Und ob sie so laut singen wie schreien können. Als Antwort bekommt er ein kräftiges Jaaaaa! Er zeigt auf die beiden großen Mikrofone und erklärt, dass es heute im Bewegungsraum zugehe wie in einem richtigen Tonstudio. Und da gelte eine wichtige Regel: „Vorne leise, hinten leise, dazwischen ist Kunst!“ Also möglichst kein Plaudern vor und nach dem Lied.

Sogar die Krippenkinder machen mit im Rhythus der Melodie. Foto: Margarete Hartbecke. Foto: Margarete Hartbecke

Dann kommen die Kitagruppen eine nach der anderen zur Aufnahme. Die Krippenkinder starten – und staunen. Hier sind es die Erzieherinnen, die vorrangig zu hören sind. Aber die Bewegungen zu den einstudierten Liedern zeigen die Kleinen eifrig. Und sie gehören wegen der Gemeinschaft mit in dieses Projekt.

 Und immer mal wieder darf ein Kind die Aufnahme über Kopfhörer anhören. Dann folgen nacheinander die anderen Gruppen: Tigerenten, Bienen, Seepferdchen und Pinguine, die drei Lieder möglichst störungsfrei singen. Jakob Lübke begleitet sie ebenso wie eine Erzieherin mit der Gitarre. Nicht immer klappt ein Lied sofort. Dann wird es nochmal versucht. Da können drei Lieder ganz schön lang werden.

Und so kann die fertige CD dann aussehen, erklärt Jakob Lübke den Kindern. Foto: Margarete Hartbecke

Das Abschlusslied „Ich wünsch dir Gottes Segen“ singen dann die Erzieherinnen allein. Sie haben dabei schon Routine, denn das Lied haben sie im Abschlussgottesdienst für die letzten Schulkinder gesungen. Vielleicht sind ja einige Geschwisterkinder dabei, die es wiedererkennen, wenn die CDs später zuhause gehört werden. Aber vorher werden die Aufnahmen durch Toningenieure bearbeitet, zurechtgeschnitten und gemischt, wie Jakob Lübke erklärt. Und Grafiker entwerfen auch ein tolles Cover für die CD. Wie im richtigen Studio.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN