Umzug ins DLRG-Heim Stadtteiltreff in Bersenbrück wird Bürgertreff

Ein Bersenbrücker Bündnis richtet das DLRG-Heim in der Stadt als neuen Bürgertreff her. Unternehmer wie Peter Kamlage (links) und Wolfgang Schulte (6. von links) verzichten dafür sogar auf ihrer Arbeitskosten. Von links: Kamlage, Phil Wesselkämper, Gabriele Linster, Wilfried Markus, Horst Baier, Schulte, Christian Klütsch.Foto: SamtgemeindeEin Bersenbrücker Bündnis richtet das DLRG-Heim in der Stadt als neuen Bürgertreff her. Unternehmer wie Peter Kamlage (links) und Wolfgang Schulte (6. von links) verzichten dafür sogar auf ihrer Arbeitskosten. Von links: Kamlage, Phil Wesselkämper, Gabriele Linster, Wilfried Markus, Horst Baier, Schulte, Christian Klütsch.Foto: Samtgemeinde

Bersenbrück. Aus dem Stadtteiltreff „Brinker Stuben“ in Bersenbrück soll ein Bürgertreff für die ganze Stadt werden: Der Treff zieht um aus der Vorstadt in das DLRG-Heim im Bersenbrücker Zentrum.

Die "Brinker Stuben" in Willy Raufs Garagenkneipe seien nur als Übergangslösung vorgesehen gewesen, erklärt dazu Gabriele Linster. Um das Klientel im Brink-Viertel zu erreichen, sei ursprünglich eine Wohnung in einem der Mietwohnungskomplexe der Baugenossenschaft Landkreis Bersenbrück vorgesehen gewesen. Als sich das zerschlug, sei das Tennisheim ins Auge gefasst worden. Dort hätte aber der Aufwand zum Herrichten als Treff die Mittel deutlich überstiegen, die aus einem Landesprogramm und von Stadt und Samtgemeinde Bersenbrück zur Verfügung gestellt werden, erklärt die Beauftragte für Ehrenamt und Senioren der Samtgemeinde. Linster hat mithilfe des Landesprogramms vier Treffs in Gehrde, Rieste, Eggermühlen und Bersenbrück an den Start bringen können. Im nächsten Jahr soll Ankum hinzukommen.

Das Wort "Stadttreff" als Parallele zu "Dorftreff gefällt ihr nicht, "Bürgertreff" findet sie passender. Als Übergangslösung hätten die "Brinker Stuben" durchaus funktioniert und gezeigt, dass auch in Bersenbrück Bedarf für Gemeinwesenarbeit vorhanden ist, die das Land Niedersachsen mit seinem Förderprogramm anschieben will.

Als Übergangslösung hätten die "Brinker Stuben" gut funktioniert, teilen Stadt und Samtgemeinde in einer Pressemitteilung mit.   Galina Kesler und Birgit Wiethe hätten als Mitarbeiterinnen Frühstücksrunden, selbstgemachtes Mittagessen, Sitzgymnastik, Spielenachmittage und mehr organisiert. All das solle es im Dezember dann  im DLRG-Heim  neben dem Freibad geben. Hier werde gerade gründlich renoviert. 

Der rund 60 Quadratmeter große zentrale Raum im Erdgeschoss stündedanach als Bürgertreff zur Verfügung, ergänzt durch eine gut eingerichtete Küche und sanitäre Anlagen.  „Mit dem DLRG-Heim haben wir einen zentralen Platz in der Stadt gefunden und wir sind glücklich, dass die Kooperation so schnell und mit vielen Übereinstimmungen funktioniert“, zitiert die Presseerklärung Bürgermeister Christian Klütsch. Hiesige Firmen brächten sich ein und trieben die Renovierung zügig voran. Unternehmen wie das Gardinenhaus Peter Kamlage und das Malerunternehmen  Wolfgang Schulte spendeten die Arbeitskosten, fügt Linster hinzu, die kommune müsse lediglich ihre Sachkosten ersetzen.

"Wir sind Vorreiter"

Samtgemeindebürgermeister zeigt sich Horst Baier gleichfalls zufrieden mit dem neuen Standort. „Mit den drei Dorftreffs in Eggermühlen, Gehrde und Rieste sowie dem Bürgertreff in Bersenbrück sind wir Vorreiter in Sachen Gemeinwesenarbeit im ländlichen  Niedersachsen. Ich hoffe, dass sich diese Projektarbeit nachhaltig in der Samtgemeinde etabliert“, zitiert ihn die Presseerklärung.

Die  DLRG behält eigene Räume in ihrem Haus, kann aber auch den Großraum des Bürgertreffs für eigene Veranstaltungen nutzen. „Wir sind froh, dass wir mit der Bereitstellung des DLRG-Heims die gute Idee des Bürgertreffs unterstützen können“, erklärt DLRG-Vorsitzender Wilfried Markus.

Am Samstag,  21. Dezember wird der Bürgertreff im DLRG-Heim offiziell eröffnet, parallel zur Weihnachtsparty der Fördergemeinschaft Aktuelles Bersenbrück im Klosterpark. Alle Bersenbrücker eingeladen, ihre Ideen und Kompetenzen einzubringen und sich vielleicht sogar ehrenamtlich zu engagieren. Infos dazu gibt es bei der Verwaltung der Stadt Bersenbrück, Markt 6 oder per E-Mail an stadtverwaltung@bersenbrueck.de.


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